Filmprojekt „KeK – Kinder erklären Krebs“

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Stuttgart.| Wer mit der Diagnose Krebs konfrontiert wird, hat viele Fragen. Dabei steht vor allem das „Was folgt nun?“ im Vordergrund. Entsprechende Informationen zu Therapiemöglichkeiten und Behandlungsabläufen sind vor allem im Internet zwar reichlich zu finden, doch die wenigsten davon sind inhaltlich so aufgebaut, dass auch Kinder und Jugendliche sie leicht verstehen. Diese Informationslücke ist auch Lisa Sturm aufgefallen: „Wenn ein Kind oder ein Jugendlicher die Diagnose Krebs erfährt, soll er oder sie die Möglichkeit haben, sich einen ersten Eindruck von der kommenden Behandlung zu machen, ohne dass er oder sie dabei gleich im Klinikum präsent sein muss“, sagt die 23-jährige Studentin der Fachrichtung Soziale Arbeit an der evangelischen Hochschule Ludwigsburg. Sie hat sich daher im Rahmen einer Projektarbeit, die sie am Stuttgart Cancer Center (SCC) – Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl des Klinikums Stuttgart absolvierte, dieses Themas angenommen – und in der Kinderonkologie des Olgahospitals einen Film gedreht.

In „KeK – Kinder erklären Krebs“, so der Titel des Filmes, spielen krebskranke Kinder und Jugendliche die Hauptrollen als Expertinnen und Experten ihrer Krankheit. „Um Kindern in der ersten Phase ihrer Erkrankung das Gefühl zu geben, nicht alleine zu sein, erklären bereits erkrankte Kinder aus der onkologischen Klinik des Olgahospitals ihre Krankheit“, sagt Lisa Sturm. Zum Beispiel werden vom Blutbild über das MRT bis zur Physiotherapie die therapeutischen Maßnahmen gezeigt, beteiligte Personen vorgestellt und wichtige Räumlichkeiten der Klinik ins Bild gerückt. Auch Professor Dr. Stefan Bielack, Ärztlicher Direktor der Kinderonkologie, kommt zu Wort, unter anderem erläutert er die Entstehung von Tumoren.

Der zehnminütige Clip ist auf der Homepage des Klinikums Stuttgart auf der Seite der Kinderonkologie (www.klinikum-stuttgart.de/ kinderonkologie) und auf der Seite des Stuttgart Cancer Center (www.klinikum-stuttgart.de/scc ) zu finden.