Ausstellung „ja natürlich“

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Vom 24. April bis 28. Juni 2016 in der Städtischen Galerie:
Wolfgang Flad, Mélanie Lachièze-Rey, Philip Loersch,Markus Merkle, Uwe Seyl, Amely Spötzl

Ostfildern.| Die Ausstellung „ja natürlich“ wird am 24. April um 11:15 Uhr eröffnet. Es sprechen Oberbürgermeister Christof Bolay und Galerieleiterin Holle Nann.

Das Verhältnis zwischen Mensch und Natur ist seit jeher ein ambivalentes. Der Mensch lebt von und mit der Natur, versucht deren Strukturen zu ergründen, von der Natur zu lernen und lässt sich von Vorgängen, Formen, Prozessen inspirieren, im Einklang mit ihr zu leben oder einen direkten Nutzen zu ziehen. Nicht selten dominiert dabei jedoch das Interesse am unmittelbaren, eigenen Vorteil und blendet einen sensiblen, ressourcenschonenden und vorausschauenden Umgang mit der Natur aus. Diese wird gnadenlos ausgebeutet.

Das Verhältnis ist zunehmend von Distanz geprägt. Virtuelle Datenströme, ein jederzeit verfügbares theoretisches Know-how ersetzen oft physische, haptische und sinnliche Erfahrungen und verändern unser Weltbild und die Bilder, die wir uns von der Welt machen. Und doch ist der Wille zur Annäherung da. Naturphänomene, Strukturen, Ereignisse üben eine Faszination auf uns aus. Wir wollen verstehen, was passiert, veranschaulichen und vereinfachen, nehmen Natur als schützenswerten, kostbaren Lebensraum wahr und bestaunen die Wunder der Natur.

Für die Ausstellung „ja natürlich“ haben sechs Künstlerinnen und Künstler individuelle Zugänge mit unterschiedlichen Mitteln und Techniken, Herangehens- und Sichtweisen geschaffen. Sie sind präzise Beobachter, Dokumentatoren, Kommentatoren. Ihre Kunstwerke thematisieren Ideen, Formen, Ordnungsprinzipien, Strukturen und Rhythmen, sind Makro- oder Mikroaufnahmen.

Der Scharnhauser Park mit seinem Stadthaus und der städtischen Galerie Ostfildern ist ein Stadtteil, der nicht natürlich gewachsen ist, sondern bei dem es sich um eine Kulturleistung handelt. In den Galerieräumen, die sich durch ihre klaren Linienführung und ihre Geometrie auszeichnen, entsteht ein spannender Dialog mit den Kunstwerken.

Öffnungszeiten:
Di, Do 15 – 19 Uhr; Sa 10 – 12 Uhr; So 15 – 18 Uhr,
an Feiertagen geschlossen,
Sonderöffnung Pfingstmontag, 16. Mai 2016 von 15 – 18 Uhr