Friedrichsbau Varieté feiert 1. Geburtstag am Stuttgarter Pragsattel

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Stuttgart.| Am 4. Dezember 2015 feiert das Friedrichsbau Varieté seinen 1. Geburtstag im neuen Domizil auf dem Stuttgarter Pragsattel mit „Die Rosevue – Rosemies rauschende Revue“. Vor genau einem Jahr begann der Spielbetrieb mit der Eröffnungsshow „Celebrating THE KING“. In diesen ersten 369 Tagen hat sich bereits viel ereignet: Es wurden 20 verschiedene Produktionen – darunter vier große Varieté-
Eigenproduktionen, Kinderstücke, Gastspiele und Lesungen – aufgeführt und auf den Tag genau 291 Vorstellungen gegeben. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

„Jetzt sind wir richtig gut angekommen und ich weine dem alten Standort keine Träne mehr nach. Wir haben hier viel mehr Möglichkeiten und eine tolle Nachbarschaft mit dem Theaterhaus“, freut sich Gabriele Frenzel, Geschäftsführerin seit der Geburtsstunde des Friedrichsbau Varieté vor fast 22 Jahren. Auch Timo Steinhauer, Geschäftsführer seit zwei Jahren, ist mehr als zufrieden: „Schön ist zu sehen, dass auch das Publikum glücklich ist. Unsere Gäste haben uns über die schweren Zeiten die Treue gehalten und immer mehr neue Besucher finden den Weg in unser Haus, was uns sehr freut!“

Die Anfangszeit im neuen Theater war nicht ganz einfach, da man unter enormen Zeitdruck stand und der finanzielle Rahmen sehr eng gestrickt war. In den Wochen und Monaten nach der Eröffnung wurde immer weiter verbessert und optimiert, sodass eine schöne und heimelige Atmosphäre entstanden ist. „Wir wollen unseren Gästen ein außergewöhnliches Varieté-Erlebnis bieten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, haben wir nach der Eröffnung ständig an uns und dem Haus weitergearbeitet und konnten zu jeder Show Neuerungen umsetzen“, betont Timo Steinhauer. Die Wände des Theatersaals beispielsweise wurden mit dunkelrotem Samt bezogen, die Bestuhlung neu angeordnet und im Foyer ziert eine Bildergalerie mit historischen Varietéplakaten die Wände.

Die neue Bühne bietet aus künstlerischer und technischer Sicht weit mehr Spielmöglichkeiten als die in der Rotunde. „Gerade beim Casting konnte ich damals viele artistische Acts gar nicht verpflichten, da die Requisiten zu groß, bzw. unsere Bühne einfach zu klein war. Das ist jetzt ein enormer Unterschied und kommt den Shows und der Regiearbeit zugute“, berichtet Künstlerischer Leiter Ralph Sun. Der Backstagebereich ist geräumiger und hat Platz für große Requisiten, die gerade bei Zauberkünstlern zum Einsatz kommen.

Für kulinarische Genüsse sorgt seit September die Schmücker Gastronomie, mit der sowohl das Publikum als auch die Varietémacher sehr zufrieden sind. Die komfortableren Platzverhältnisse im neuen Haus sind auch in diesem Bereich eine enorme Bereicherung im Vergleich zum alten Standort: In der geräumigen Küche direkt neben dem Theatersaal wird jeden Abend frisch gekocht und die Gäste können sowohl Menüs als auch à la Carte ihre Speisen wählen. „Die Zusammenarbeit mit Herrn und Frau Schmücker klappt reibungslos. Da merken wir, dass wir es mit sehr guten und erfahrenen Gastronomen zu tun haben.

Gerade bei Firmenfeiern bekommen wir tollen Zuspruch, da wir ganz individuell auf gastronomische Wünsche eingehen können“, berichtet Timo Steinhauer. Man ist also sehr zufrieden mit dem neuen Standort und wie sich dieses erste Jahr entwickelt hat. Als es darum ging, eine neue Bleibe für Stuttgarts Varieté zu finden, hatte Theaterhauschef Werner Schretzmeier die Vision, auf dem Pragsattel eine Kulturmeile zu schaffen. Diese Vision nimmt nun immer mehr Gestalt an, denn das Friedrichsbau Varieté trägt mit seinen eigenen Varieté-Produktionen, mit vielen unterschiedlichen Gastspielen und Sonderveranstaltungen sowie den nachmittäglichen Kindervorstellungen zur kulturellen Vielfalt im neuen Quartier bei.

Foto: Andreas Durm