Biennale Sindelfingen 2015

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Premiere eines ganz neuen Kulturformats

bisi1Sindelfingen.| Altstadt und Stiftsbezirk werden im Sommer und Herbst Schauplatz eines Festivals, das speziell auf Sindelfingen zugeschnitten ist. Die Biennale Sindelfingen startet am 10. Juli mit der Uraufführung des „Sindelfinger Jedermann“ auf der Open-Air-Bühne vor der Martinskirche. Das Freilichttheater an der Martinskirche wird zudem Schauplatz für die Erstaufführung des Films „Roman und Giulia“, den die Kinderfilmakademie Sim TV zur Biennale beisteuert. Konzerte und Tanztheater werden die Open-Air-Bühne zum Zentrum des Kulturlebens in Sindelfingen machen. Beim Biennale-Ball in der Stadthalle am 17.Oktober wird sich Sindelfingen als Stadt der Mode und der Farben präsentieren. Ein fulminantes „Festival of lights“ in der Altstadt mit finalem Feuerwerk wird die Biennale dann am Wochenende vom 23. bis 25. Oktober abschließen.

Mit der Biennale Sindelfingen 2015 geht die Stadt Sindelfingen in der Kulturarbeit ganz neue Wege – und nimmt doch gleichzeitig viel vom Geist und von den Ideen mit, die das große Stadtjubiläum 2013 zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Als künstlerischer Leiter konnte Frank Martin Widmaier gewonnen werden, der bereits 2013 mit dem Multimedia-Schauspiel „Sindolfs Traum“ Tausende Menschen auf dem Sindelfinger Marktplatz verzauberte. Die Projektleitung seitens der Stadt übernimmt wie beim Stadtjubiläum Kultur- und Schulamtsleiter Horst Zecha.

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, mit der Biennale den guten Ideen und der großartigen Atmosphäre des Jubiläumsjahres einen Raum zur Weiterentwicklung zu geben. Dadurch kann die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt, aber auch das Interesse auswärtiger Gäste an Sindelfingen weiter gefördert werden“, fasst Oberbürgermeister Dr. Vöhringer die Zielsetzungen des neuen Kulturformats zusammen.

Die „heiße Phase“ der Biennale startet am 10. Juli mit der Uraufführung des „Sindelfinger Jedermann“ auf der Open-Air-Bühne vor der Martinskirche. Das Stück entsteht derzeit in der bewährten Zusammenarbeit von Frank Martin Widmaier und Kai Schubert. Viele bekannte Gesichter aus der Sindelfinger Theaterszene, aber vielleicht auch ganz neue Talente werden in der spektakulären Aufführung zu sehen sein. Bis zum zweiten August wird das Stück etwa zehn Mal gespielt werden. Das Freilichttheater an der Martinskirche wird in diesem Zeitraum aber auch Schauplatz für die Erstaufführung des Films „Roman und Giulia“ sein, den die Kinderfilmakademie Sim TV zur Biennale beisteuert. Auch Konzerte und Tanztheater werden in diesem Zeitraum die Open-Air-Bühne zum Zentrum des Kulturlebens in Sindelfingen machen. Begleitet und ergänzt werden diese Aktivitäten durch verschiedene Veranstaltungen unterschiedlichen Charakters im benachbarten Probsteigarten und durch ein attraktives kulinarisches Angebot.

Einen zweiten kulturellen Schwerpunkt wird die Biennale ab dem 11. Juli bis in den Herbst hinein in der Altstadt setzen. Verschiedene Altstadthäuser werden durch Kunstinstallationen in Beziehung zu ihrer Geschichte gesetzt und ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern ganz neue Sichtweisen. Der renommierte Künstler Dietmar Herzog begleitet dieses von auswärtigen und einheimischen Künstlern gestaltete Projekt als „Artist in Residence“. Neben Führungen wird es noch zahlreiche weitere Begleitveranstaltungen geben. Auf diese Weise wird die Sindelfinger Altstadt auch als Bestandteil der Deutschen Fachwerkstraße in Szene gesetzt.

Ein großes Finale wird die Biennale im Herbst beenden. Beim Biennale-Ball in der Stadthalle am 17.Oktober, der vom Gewerbe- und Handelsverein ausgerichtet wird, wird sich Sindelfingen als Stadt der Mode und der Farben präsentieren. Ein fulminantes „Festival of lights“ in der Altstadt mit finalem Feuerwerk wird die Biennale dann am Wochenende vom 23. bis 25. Oktober abschließen. Zu den hier kurz skizzierten Highlights werden sich noch eine Reihe größerer und kleinerer Veranstaltungen gesellen, mit denen sich Sindelfinger Künstler und Initiativen in die Veranstaltungsreihe einbringen.

Wie im Jubiläumsjahr auch orientieren sich die Aktivitäten der Biennale an wenigen klaren Grundprinzipien:

  • Die Veranstaltungen sollen originell, innovativ und Sindelfingen-spezifisch sein,
  • sie sollen das Interesse an der Stadt und ihrer Geschichte wecken und verstärken,
  • es sollen möglichst viele Sindelfinger Akteure aus den verschiedensten Bereichen aktiv einbezogen werden,
  • durch die Zusammenarbeit mit professionellen Künstlern von außen erhält die Sindelfinger Kulturszene Impulse und entwickelt sich weiter

20150211_PK Biennale_Gruppenfoto_Foto 2„Wenn es uns gelingt, die Welle der Begeisterung, die das Jubiläumsjahr 2013 getragen hat auch 2015 wieder zum Leben zu erwecken, dann wird die Biennale 2015 sicher nicht die letzte Veranstaltung dieser Art in Sindelfingen sein“, formuliert Projektleiter Horst Zecha das Ziel, die Biennale – ihrem Namen entsprechen – zu einer wiederkehrenden Einrichtung zu machen.

Entwickelt hat die Idee einer Sindelfinger Biennale Frank Martin Widmaier. Bereits im Jubiläumsjahr 2013 waren angesichts des großen Erfolgs der Jubiläumsveranstaltungen und der hohen Identifikation der Sindelfingerinnen und Sindelfingen mit ihrer Stadt und deren Geschichte zahlreiche Stimmen laut geworden, die dafür plädierten, diese guten und wichtigen Entwicklungen und Erfahrungen für die Stadt in geeigneter Form über das Jubiläumsjahr hinaus zu tragen. Die Überlegungen zur Nachhaltigkeit, die das Kultur- und Schulamt in Zusammenarbeit mit Herrn Widmaier entwickelte, stießen bei Verwaltungsspitze und Gemeinderat auf einhellige Begeisterung, so dass im Herbst 2014 ein Gesamtbudget von 250.000 Euro zur Durchführung der ersten Sindelfinger Biennale zur Verfügung gestellt wurde.

Bis die Biennale im Juli offiziell eröffnet wird, liegt noch viel Arbeit vor den Machern. Zurzeit wird intensiv am Programm gearbeitet und die Rahmenbedingungen für die größeren Projekte werden abgesteckt. Bis April soll das Programm stehen – und dann soll auch bald schon der Vorverkauf für die Großevents beginnen.

Was die Biennale im Detail zu bieten hat, wird in den nächsten Monaten auf der neuen Homepage zu lesen sein: www.biennale-sindelfingen.de

Das Gruppenfoto zeigt Oberbürgermeister Vöhringer gemeinsam mit Kultur- und Schulamtsleiter Horst Zecha, den Künstlerischen Leiter Frank Martin Widmaier und Vertreter der Kommunikations AG.
Bild (v.l.n.r.): Samet Mutlu, Frank Martin Widmaier, Ingo Sika, Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer, Horst Zecha, Stefan Siebert, Marc Hugger
Foto: Sindelfingen