SVE will mit Roland Krause Herausforderungen meistern

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ESSLINGEN. Roland Krause ist vom Gemeinderat am Montag zum neuen Werkleiter des Städtischen Verkehrsbetriebs (SVE) bestellt worden. Er wird seine Arbeit am 01.08.2013 aufnehmen. Diese Personalentscheidung ist Teil eines Kooperationsvertrages vom SVE mit der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB). Ziel dieser Zusammenarbeit ist, den SVE für die anstehenden Herausforderungen im öffentlichen Personennahverkehr zu rüsten. „Die SSB sind aufgrund ihrer Größe und Kompetenz in der Lage, dem Esslinger Betrieb kurzfristig zu helfen“, so der für den SVE zuständige Bürgermeister Bertram Schiebel.

Krause, der von der SSB zu 40% freigestellt wird, hat mit der Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit ein klares Ziel für seine
neue Aufgabe beim SVE. Der 48-jährige gebürtige Bad-Canstatter ist studierter Bauingenieur und seit 2004 Fachbereichsleiter in der Produktplanung bei der SSB, von 1999 bis 2003 war er bei der Stuttgarter SWITCH Transit Consult GmbH als Projektingenieur tätig und wurde unter anderem als Projektleiter für die Angebotsplanung und Optimierung des Busliniennetzes zur SSB abgeordnet. Zu seinen Schwerpunkten als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut für Eisenbahn- und Verkehrswesen an der Universität Stuttgart zählte die Bearbeitung von ÖPNV-Studien und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen im ÖPNV. Aufgrund dieserErfahrungen und Kenntnisse, sieht Schiebel in Krause eine sehr guteBesetzung für die Stelle des Werkleiters.

In Anbetracht der aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen wie dem neuen Personenbeförderungsrecht, den auslaufenden END-Verträgen, der Umgestaltung der ÖPNV-Finanzierung und der Neustrukturierung des ÖPNV wird es für Krause hauptsächlich darum gehen, den SVE strategisch neu aufzustellen. In der operativen Leitung des Betriebes wird er vom stellvertretenden Werkleiter Harald Boog (Technischer Betriebsleiter) und Volker Merz (kaufmännischer Bereich) unterstützt. Mit dieser Regelung hält SSB und SVE die Teilzeitführung für ausreichend, zumal der neue Werkleiter auf den Support der SSB zugreifen kann.