Bild (v.l.): Isabel Kurz (Kreissparkasse), Michael Schopf (Lautmacher), Wiltrud Hintennach und Dr. Wolfgang Sielaff (Jobbrücke), Carmen Dötterer (Kindern eine Chance), Diana Layman und Victoria Vogt-McAdam (Elternforum Marbach), Center-Manager Jan Tangerding und den Organisator des Benefizkonzerts, Dr. Thomas Baum | Foto: Werner Kuhnle
Benefizkonzert im Breuningerland spielt 5.600 Euro für Kinder- und Elternprojekte ein

Ludwigsburg.| Gut 600 Euro waren es schon, bevor die Best Of-Bands aus dem Bandpool Kreissparkasse beim Benefizkonzert im Breuningerland überhaupt zu spielen begonnen hatten. Denn die hatte das Team von Center-Manager Jan Tagerding schon als Münzen aus dem Center-Brunnen „rausfischen“ lassen und für den Spendentopf reserviert. Fast 5.000 Euro kamen dann noch aus Sponsorengeldern und als Inhalt der Spendenbox dazu, die beim Konzert am 15. Dezember aufgestellt war. Neun Stunden lang spielten da die KSK-Best Of Bands Krämer’s Kit, Rustics, S-Family-Music, Sightwinder und Sonni Fäsh – unterstützt von Carver Two, Herrn Hömseders musikalischer Klasse von der Blankensteinschule Steinheim sowie den ChOrwürmern und den Sternschnuppen.

„Danke an alle, die mitgemacht und auf Ihre Gage verzichtet haben – das Geld ist gut angelegt“, sagte Dr. Thomas Baum, der das Weihnachts-Benefizkonzert als Betreuer des KSK-Bandpools nun schon zum dritten Mal organisiert hat. „Es hat sich auch diesmal wieder gezeigt, was möglich ist, wenn Spielfreude und Spendenfreude zusammenkommen“, freute sich Baum. Das Geld geht zu gleichen Teilen an die Jobbrücke Freiberg, den „Verein Kindern eine Chance“ und das Familienzentrum Elternforum Marbach.

Die Vertreter der gemeinnützigen Organisationen dankten den engagierten Musikern, aber auch den Sponsoren – dem Breuningerland, der Kreissparkasse Ludwigsburg und der Firma Lautmacher, die auch diesmal wieder zugunsten des Spendentopfs auf einen Großteil ihres Technikhonorars verzichtet hat. „Wir haben das Benefizkonzert im Breuningerland gerne zum dritten Mal unterstützt“, sagte Isabel Kurz, Pressesprecherin der Kreissparkasse bei der Spendenübergabe. „Musik für einen guten Zweck – dieses Konzept hat sich auch diesmal wieder bestens bewährt“.

Die Jobbrücke Freiberg engagiert sich für Freiberger Schülerinnen und Schüler, die sich beim Übergang von der Schule in den Beruf schwertun. Jahr für Jahr stehen sehr viele Gemeinschafts- und Realschulabgänger ohne Ausbildungsstelle da, obwohl das Ausbildungsangebot inzwischen wieder größer geworden ist. Um dem entgegen zu wirken wurde im Jahr 2009 von Unternehmern, Freiberuflern und der Stadtverwaltung der Verein „Jobbrücke – Vorberufliche Jugendförderung Freiberg e.V.“ gegründet.

Die Jobbrücke stellt den Schülerinnen und Schülern der Oscar-Paret-Schule beim Übergang von der Schule ins Berufsleben ehrenamtliche Paten als Berater und Begleiter zur Seite. Außerdem fördert der Verein die Schüler durch ein außerschulisches Qualifizierungsprogramm zur Stärkung ihrer fachlichen und sozialen Kompetenz. Der mit der Gemeinschaftsschule abgeschlossene Bildungspartnerschaftsvertrag bildet die dritte Säule des Konzepts. Die vorberufliche Jugendförderung wurde inzwischen von über 120 ehrenamtlichen Patinnen und Paten in mehr als 220 Patenschaften mit sehr guten Vermittlungsergebnissen geleistet. Um die Projekte durchführen zu können, sind alljährlich Spenden und Sponsorengelder von rund 25.000 Euro notwendig. „Dabei helfen uns nicht nur Aktionen wie jetzt das Konzert im Breuningerland, wir dürfen auch seit Jahren auf die Stiftung Jugendförderung, Arbeit und Soziales der Kreissparkasse Ludwigsburg vertrauen“, bedankte sich Dr. Sielaff aus diesem Grund ganz besonders bei Isabel Kurz.

Das „Familienzentrum Elternforum Marbach e. V.“ ist eine Vereinigung von Menschen, denen die Entwicklung von und in Familien ein besonderes Anliegen ist. Der Verein unterstützt Eltern und Alleinerziehende in Fragen und Aufgaben der Bildung und Erziehung ihrer Kinder von Geburt an durch Beratung, Kurse, Vorträge, gegenseitigen Austausch und bedarfsorientierte Hilfsangebote. Der Verein will insbesondere Eltern ein Forum bieten, um selbst organisiert Gruppen zu bilden, um sich zu vernetzen und sich gegenseitig bei der Bewältigung ihrer Aufgaben zu helfen. Mit Unterstützung der Stadt Marbach konnte der Verein 2009 ein ehrenamtlich geführtes Familienzentrum eröffnen.

Der Verein „Kindern eine Chance“ engagiert sich seit 2013 für ein Kinder- und Jugendprojekt in Vuelta Grande, Guatemala. Nur wenige Kilometer entfernt vom Glanz der Touristenmetropole Antigua, die zum Weltkulturerbe gehört, leben im Maya-Dorf Vuelta Grande Menschen in bitterer Armut. Unter katastrophalen und menschenunwürdigen Verhältnissen kämpfen sie tagtäglich ums nackte Überleben. Sie leiden unter größten sozialen und gesellschaftspolitischen Benachteiligungen, und es fehlt leider noch immer der Zugang zu einer guten Bildung und zu ärztlicher Versorgung. Seit sich der Verein „Kindern eine Chance e.V.“ in Vuelta Grande engagiert, hat sich vieles verbessert.

Das Motto von „Kindern eine Chance“: „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist der Schlüssel zum Erfolg. Über verschiedene Schul- und Bildungsprojekte werden Kinder schon ab dem Vorschulalter an das Lernen herangeführt, um Perspektiven für sie zu schaffen. Hierzu wurde ein kleines Bildungszentrum gebaut. Um die Wohnsituation zu verbessern, wurden schon mehr als 100 ganz einfache Häuser gebaut: Energieeffiziente und raucharme Kochstellen verhindern, dass die Familien beim Kochen starken Belastungen durch Rauchentwicklung ausgesetzt und entsprechend anfällig für Lungenerkrankungen sind. Eine kleine Krankenstation mit verlässlicher medizinischer Versorgung öffnet 1-2-mal pro Woche. Auch eine Zahnärztin macht immer wieder im Dorf Station und behandelt unentgeltlich.

Um die Projekte zu realisieren, muss der Verein jährlich ca. 35.000 Euro an Spendengeldern sammeln. „Mit Unterstützung unserer Mitglieder und Partner haben wir das in den letzten Jahren immer wieder geschafft“, freut sich Carmen Dötterer.