Wenn Trends gefährlich werden

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Foto: © Astrid Götze-Happe / pixelio.de

Was früher unendlich weit weg schien, ist längst auch in Stuttgart und Umgebung angekommen. Jugendkultur findet online statt, geht viral und verbreitet sich auf dem gesamten Erdball. Problem: Der Nachwuchs weiß sich häufig erst zu helfen, wenn er bereits in das Fettnäpfchen getreten, es schlichtweg zu spät ist. Doch wie haben sich die Trends der letzten Jahre entwickelt? Sind sie sicher oder gefährlich? Worauf sollten Eltern achten, die sich weder mit Slangs, Apps oder Social Media auskennen?

Mehr als ein Trend: Streaming für jeden Geschmack
Streaming ist überall. Ob Musik, Filme oder Spiele: Physische Medien verlieren zunehmend an Bedeutung. Stattdessen entdecken Jugendliche und junge Erwachsene die sich bietenden Chancen als langfristige und nachhaltige Einnahmequelle. Gerade Gamer sind zu Influencern aufgestiegen, mitunter populär wie Stars und Sternchen. Selbst der VfB Stuttgart hat sich nach anfänglichen Zweifeln davon überzeugen lassen, ein eigenes eSport-Team zu gründen. Zocken fürs Gehalt – ein Traum junger Generationen.

Der Umgang mit Streaming-Portalen möchte gelernt sein. Denn fernab vom neuen Album der Lieblingskünstler oder der Demo eines neuen Spiels laden Plattformen wie YouNow ein, sich selbst in den Fokus zu rücken. Unbedachte Jugendliche posaunen ihre Adresse oder Hobbys ins Netz, ohne zu wissen, wer sich am anderen Ende der Leitung befindet. Folgen und Konsequenzen können verheerend sein.

Der Traum vom Super-Selfie
Apropos Social Media und Selbstinszenierung: Instagram hat die Influencer-Szene aufgewirbelt und ist längst zum obligatorischen Standard für jedermann geworden. Benutzer laden ihre Bilder hoch, tragen schickes Make-up auf oder kredenzen tolle Mahlzeiten, bevor sie sich über Herzchen und nette Kommentare freuen.

Doch der Trend zu neuen und immer spektakuläreren Bildern hat seine Tücken. Im Oktober stürzten der 30-jährige Vishnu Viswanath und seine 29-jährige Ehefrau Meenakshi Moorthy in den Tod – weil sie ein waghalsiges Selfie ins Netz stellen wollten. Laut einer Studie des Journals „Family Medicine und Primary Care“ fanden in den vergangenen sieben Jahren über 250 Menschen aus ähnlichen Gründen den Tod.

Wie gefährlich sind E-Zigaretten wirklich?
E-Zigaretten wurden lange Zeit als sich in kurzer Zeit von selbst erledigender Trend abgeschrieben. Dabei sprach die Historie deutlich für den modernen Glimmstängel: Die erste E-Zigarette wurde 2003 in China vorgestellt. Heutzutage zählen Unternehmen wie Elekcig bei allen Semestern zum guten Ton.

E-Zigaretten haben sich auf dem Markt etabliert. Doch wer glaubt, sie seien völlig gesund, irrt oder ist schlecht informiert. Vor dem Konsum sollten sich Nutzer mit den verschiedenen Modellen und Gesundheitsrisiken vertraut machen. Grundsätzlich gilt: Wer wenig oder gar nicht raucht, lebt gesünder.