Startschuss für Radwege-Koordinatorin im Landkreis

167

Rems-Murr-Kreis.| Bei Radnetz vor Ort tauschten sich Experten aus / Landkreis stellt in den kommenden vier Jahren zusätzliche Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro für den Radwegebau zur Verfügung

Der Rems-Murr-Kreis ist ein lebenswerter Landkreis – er ist aber auch eine Pendler-Region. Auf den Straßen wie auf der Schiene kann man täglich die Folgen erleben. Laut den Prognosen des Bundes wird das Verkehrsaufkommen in der Region in den kommenden Jahren noch weiter steigen. Deshalb fördern das Verkehrsministerium wie auch der Rems-Murr-Kreis das Fahrrad als alternatives und klimaneutrales Verkehrsmittel.

Das landesweite Projekt Radnetz Baden-Württemberg hat zum Ziel, eine durchgängige und leicht verständliche Rad-Infrastruktur zu schaffen, welche die wichtigsten Ziele des Alltags miteinander verbindet. Im Rems-Murr-Kreis sind 19 Städte und Gemeinden an das Radnetz des Landes angebunden, insgesamt umfasst das Netz im Landkreis rund 137 Kilometer. Der Rems-Murr-Kreis stellt nun ein Radwegenetz für den Kreis auf, um dafür zu sorgen, dass alle Städte und Gemeinden angebunden werden und somit das Landesnetz verfeinert wird.

Zur Unterstützung der Akteure bei der Planung und Umsetzung des Radnetzes hat das Verkehrsministerium Baden-Württemberg die Veranstaltungsreihe Radnetz vor Ort ins Leben gerufen. Die Radexperten im Rems-Murr-Kreis trafen sich in diesem Rahmen im Bürgerzentrum Waiblingen: Vertreter der Städte und Gemeinden, Fraktionsvorsitzende des Kreistags, Mitglieder des Umwelt- und Verkehrsausschusses sowie Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC).

Vertreter des Ministeriums für Verkehr, des Regierungspräsidiums und des Planungsbüros Brenner Bernard informierten bei diesem Treffen über die Radverkehrsförderung des Landes, die Fördermöglichkeiten von Radverkehrsmaßnahmen und die Planung und Umsetzung des Radnetzes Baden-Württemberg. Im Anschluss nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich über die Realisierung der Radnetz-Maßnahmen im Landkreis auszutauschen und Fragen an die Vertreter des Ministeriums für Verkehr, des Regierungspräsidiums und des Planungsbüros zu stellen.

Im Rahmen des Austausch-Treffens stellte sich auch die neue Kreisradwege-Koordinatorin des Landratsamts vor. Durch diese neu geschaffene Stelle werden die zahlreichen Aufgaben des Landkreises beim Thema Radverkehr zukünftig an einer Stelle im Landratsamt gebündelt. Karen Fischer kümmert sich seit Anfang Oktober im Straßenbauamt um das Thema Radwege. Schon während ihres Studiums an der Dualen Hochschule Mosbach und im Landratsamt hat die Bauingenieurin damit begonnen, ein Radweg-Konzept für den Landkreis zu entwickeln. Darum wird sie sich mit Hochdruck weiter kümmern.

Ehrgeizige Planungen helfen jedoch nichts, wenn die nötigen Mittel zur Umsetzung fehlen. „Deshalb wird der Rems-Murr-Kreis in den kommenden vier Jahren zusätzliche Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro für den Radwegebau zur Verfügung stellen“, betonte Landrat Dr. Richard Sigel. „Außerdem haben wir uns personell gezielt verstärkt und setzen uns mit Nachdruck dafür ein, Fördermittel zu gewinnen.“