Filmakademie-Student Fabian Gamper erhält den deutschen Kamerapreis 2018

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Ein Komponist poetischer Bilder

Ludwigsburg.| Frohe Kunde für die Abteilung Bildgestaltung/Kamera der Filmakademie Baden-Württemberg und ihren Studenten Fabian Gamper: Am vergangenen Samstag, 7. Juli 2018 wurde er im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in den Räumen des WDR in Köln mit dem 28. DEUTSCHEN KAMERAPREIS ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhielt er als Director of Photography (DoP) des Drittjahresfilms FREIBADSINFONIE in der Kategorie „Kurzfilm“, in der er sich u.a. gegen den ebenfalls nominierten Filmakademie-Absolventen Dominik Berg (BERLIN IS KILLIN‘ ME) durchsetzte.

Der Kurzspielfilm FREIBADSINFONIE (Regie: Sinje Köhler) führt uns an einen Ort des Tagträumens und Dösens, ein Soziotop, in dem Poesie und die Banalität des Alltags verschmelzen: das Freibad. Ein Ort, an dem alles in Ordnung ist. Oder es sich zumindest so anfühlt. Unterschiedliche Menschen, halb nackt auf engstem Raum, teilen einen Nachmittag miteinander. Und so schnell der Moment gekommen ist, so schnell ist er auch wieder verflogen.

Für die Jury „spielt der Schweizer Fabian Gamper elegant mit Perspektiven, Brennweiten und Bewegungen ohne je ins Effekthascherische abzugleiten. Mit großer Leichtigkeit wechselt er zwischen den Ebenen des Dokumentarischen und Szenischen, liefert poetische Detailbeobachtungen und bietet seinen Protagonisten eine Bühne.“

In der Kategorie „Dokumentarfilm“ wurde Filmakademie-Alumnus Yunus Roy Imer für seine beeindruckende Bildgestaltung des bereits vielfach ausgezeichneten Diplomfilms OHNE DIESE WELT (Regie: Nora Fingscheidt) über eine Gemeinschaft deutschstämmiger Mennoniten in Argentinien, die abgeschottet und ohne moderne Technik lebt, mit einer Nominierung gewürdigt.

Eine ganz besondere Würdigung wurde Birgit Gudjonsdottir zuteil, die seit vielen Jahren als Gastdozentin an der Ludwigsburger Akademie tätig ist. Die gebürtige Isländerin wurde mit dem Ehrenpreis 2018 ausgezeichnet. Das Kuratorium des Deutschen Kamerapreises würdigte dabei u.a. ihre herausragende und im besonderen Maße „zuhörende und intuitive Kameraarbeit“ sowie die „Souveränität, mit der sie das Thema Gleichberechtigung im Filmgeschäft vorlebt.“ Birgit Gudjonsdottir ist Mitglied der Deutschen Filmakademie sowie der Europäischen Filmakademie (EFA).