Bietigheimer Wasserballer können dem Titelaspiranten nichts entgegensetzen

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SV Weiden wird Favoritenrolle gerecht und untermauert den Anspruch auf den Titel

Bietigheim-Bissingen.| Am Sonntagmorgen zeigte der ehemalige Erstligist und aktuelle Tabellenerste aus Bayern dem Liga-Neuling aus Bietigheim seine Grenzen auf. Mit dem deutlichen 13:2-Sieg (4:0/3:0/3:2/3:0) im Ellental macht der SV Weiden in seinem vorletzten Saisonspiel einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft in der 2- WBL Süd.

Nach der soliden Leistung im Hinspiel, der SVB unterlag in Weiden in seinem allerersten Zweitligaspiel zu Saisonbeginn mit 14:9, hatte man sich an der Enz erhofft, man könne es den haushoch favorisierten Gästen zumindest ein wenig schwer machen. Diese Hoffnungen zerstörte die engagiert und zielstrebig auftretende Mannschaft um Kapitän Thomas Kick jedoch bereits zu Spielbeginn. Schon im ersten Viertel gerieten die Gastgeber nach und nach in Rückstand, sodass man nach der ersten Pause bereits einer 4:0-Führung des Vorjahresmeisters hinterherlief, welche die Gäste bis zur Halbzeit auf ein vorentscheidendes 7:0 ausbauten. Wie sich zeigte spielten die Weidener fokussiert auf, es schien als wolle man Bietigheim um keinen Preis ins Spiel kommen lassen, was den Oberpfälzern nur allzu gut gelang.

Die Mannschaft um Spielertrainer Markus Köhler, die unter anderem ohne Sascha Graf und Maximilian Nekola auskommen musste, tat sich insbesondere im eigenen Angriff enorm schwer, auch weil SVW-Kapitän und Centerverteidiger Kick Torgarant Julius Ulfers voll im Griff hatte. Ein ums andere Mal lud der Aufsteiger die Gäste durch Fehler im Passspiel und Abschluss zu guten Konterchancen ein, mit welchen Weiden allerdings teils unerwartet inkonsequent umging, häufig wendete SVB-Torhüter Dennis Wildner die Torchancen der Gastmannschaft ab.

„Heute war leider ein deutlicher Klassenunterschied zu erkennen. Wir haben es zu keinem Zeitpunkt geschafft Weiden großartig aus dem Konzept zu bringen, oder in irgendeiner Weise unser Spiel aufzuziehen.“, resümierte Bietigheims Wasserballwart Timo Wilhelm im Anschluss an die Begegnung und ergänzte: „Wir haben heute weniger gezeigt, als wir können, das ist schade. Ich bin mir aber sicher, dass das Team in den kommenden Spielen wieder überzeugender auftreten wird!“.

Nun gilt es, sich auf diese kommenden Aufgaben zu konzentrieren, bei welchen man eher wieder eine Chance bekommen könnte etwas Zählbares mitzunehmen. Am Freitag gastiert mit dem WSV Ludwigshafen der momentane Tabellenvierte im Ellental, dem man sich im Hinspiel nach einer tollen kämpferischen Leistung mit 15:11 hatte geschlagen geben müssen. Angepfiffen wird die Begegnung um 20:15 Uhr.

So spielte der SVB: Wildner; O. M. Färber; Stöckermann (1); Gansel; Bölke; Menking; P. L. Färber (1); Schaub; Rasch; Schwuchow; Haueisen; Köhler; Ulfers