Bitcoins und die aktuelle Stimmungslage

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Foto: © Tim Reckmann / pixelio.de

Die auf der Welt führende Kryptowährung der Bitcoins ist nach wie vor in aller Munde. Kein Wunder, regt das Thema doch immer wieder zu Diskussionen an. Während die eine Hälfte der Menschheit die Bitcoins im Niedergang begriffen sieht, setzt die andere eine schillernde Zukunft.

Um den Jahreswechsel von 2017 zu 2018 herum wurden Bitcoins spätestens auch weniger interessierten Menschen ein Begriff. Eine Einheit der Digitalwährung – also ein Bitcoin – hatte einen Wert von etwa 16.000 Euro, und prompt tauchte überall im Internet Werbung dafür auf. Nicht alles machte einen seriösen Eindruck. Und wie es bei einem Hype so ist: Irgendwann ist Schluss. Bis Mitte Mai sackte der Kurs um die Hälfte ab, für einen Bitcoin gibt es derzeit keine 8.000 Euro mehr. Doch was bedeutet das für die aktuelle Stimmungslage rund um die digitale Währung?

Das Stimmungsbarometer reicht vom einen Extrem zum anderen. Der derzeitige Wertverlust scheint Leuten wie US-Großinvestor Warren Buffet Recht zu geben, der Bitcoins jüngst verurteilte, schlimmer als Rattengift zu sein. In der Wortwahl nicht ganz so drastisch, aber inhaltlich am gleichen Ende der Fahnenstange befindet sich Bill Gates. Der verriet neulich, dass er gegen die Kryptowährung wetten würde, wenn er die Chance dazu bekäme.

Der Bitcoin erzeugt ausgeprägte Ansichten und Stimmungen
Allerdings sind auch andere Töne zu vernehmen. So sagte Nasdaq-Präsidentin und –CEO Adena Friedman, dass Bitcoins und andere digitale Währungen eine Notwendigkeit darstellten, um ein gemeinsames, weltweites Zahlungsmittel zu haben. Dieses sei notwendig, um die Herausforderungen der digitalen Ökonomie, die keine nationalen Grenzen kennt, zu meistern.

Ob es Zufall ist, dass die älteren Herren die Kryptowährung so ablehnen, während eine deutlich jüngere und erfolgreiche Frau hier eine diametral gegenüberliegende Position einnimmt? Trotz der momentanen Schwäche der Bitcoins sollte noch kein Abgesang auf die Digitalwährung angestimmt werden. In der Welt der Hochfinanz scheint sich die Stimmung noch nicht gegen den Bitcoin gedreht zu haben. Unternehmen wie Morgan Stanley, Goldman Sachs, Barclays und sogar die New Yorker Börse und der NASDAQ sind derzeit damit befasst, Bitcoin-Funktionen im Handel anzubieten.

Ob all das einen Einfluss hat auf das Stimmungsbarometer der Währung, ist noch unklar. Denn das Thema Bitcoins ist und bleibt ein sehr emotionales.