Welches Webshop-System ist das richtige?

371
Foto: © Thorben Wengert / pixelio.de

Mit der Entscheidung für ein Online-Shop-System werden grundlegende Weichen gestellt – für Absatz und Umsatz, für Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Wer einen gut funktionierenden Shop im Web launchen und betreiben Webshop möchte, sollte die möglichen Optionen in Ruhe miteinander vergleichen. Denn ist die Webshop-Software erst einmal eingeführt, dann ist eine Umstellung auf ein anderes System meist mit einem extrem hohen Aufwand verbunden. Neben den Gesamtkosten des Webshops und den Preismodellen der Software-Anbieter sind besonders qualitative Kriterien zu betrachten.

Mit dieser Checklist für Webshop-Systeme fällt die Vorauswahl leichter:

  1. Basisfunktionen, Add Ons und Designs

Produktinformationen, Headlines, Seitentitel, Texte, Fotos, Videos – das sind alles „Must Haves“. Preispflege, Warenkorb, Bestell- und Check Out-Prozess, Merk- und Empfehlungsfunktionen, Rabattfunktionen mit Promotional Codes und mehr müssen ebenfalls „state of the art“ sein. Damit das Shopdesign zur Corporate Identity des Unternehmens passt, sollte die Software eine einfache, aber hochwertige Gestaltung ermöglichen: durch Auswahl hochwertiger, vorgefertigter Design-Templates oder auch durch individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.

  1. Pflegeaufwand und Bedienbarkeit

Eine Demo-Version reicht nicht. Vor der Entscheidung für ein System ist intensiv zu testen, ob das eigene Team effizient damit arbeiten kann. Denn der manuelle Aufwand, um einen Internetshop mit Produktinformationen, Texten, Fotos und so weiter zu befüllen und laufend aktuell zu halten, kann die Anschaffungskosten um ein Vielfaches übersteigen.

  1. Flexibilität bei Anpassungen/Apps

Vorsicht vor starren Systemen! Denn wenn Unternehmer oder Kunden weitere Funktionen verlangen, muss das Shopsystem dies ohne viel Aufwand ermöglichen. Auch die Kombination mit anderen Applikationen, die Verbindung mit Social Media- und anderen Marketingkanälen muss reibungslos funktionieren. Ebenso wichtig sind einfache Schnittstellen, wenn die Shop-Software mit internen Systemen des Betriebes verknüpft werden soll – zum Beispiel mit der Buchhaltungssoftware oder dem Warenwirtschaftssystem. Flexibilität ist auch bei den Sprachen gefordert: Es sollte möglich sein, den Shop gegebenenfalls in mehreren Sprachen zu launchen.

  1. Responsive Design

Der Trend zum mobilen Shopping hält an: Deshalb ist es ein Muss, dass sich Webseite, Schriften und Shoplayout automatisch an die Bildschirmgröße des jeweiligen Gerätes anpassen – ob auf Smartphone, Tablet, Desktop oder internetfähigem TV-Screen.

  1. Belastbarkeit und Schnelligkeit

Das System muss auch Nachfragespitzen, wenn zum Beispiel viele Kunden gleichzeitig nach Waren suchen und bestellen, zuverlässig und zügig bewältigen können. Unterseiten, Fotos und Videos müssen jederzeit blitzschnell laden – das ist wichtig, damit User nicht genervt die Seite verlassen! Zudem sind kurze Ladezeiten ein wichtiges Kriterium für die Bewertung der Webseite/des Shops durch die Suchmaschinen.

  1. Vermarktung und SEO

Ein guter Online-Shop ist eines – es gilt jedoch auch, effizient Webbesucher zu gewinnen. Deshalb muss bereits beim Einstellen von Produktinfos die passenden Keywords, Metatexte und mehr hinterlegt werden können – damit der eigene Webshop in Google & Co. besser „rankt“ als die vielen Shops der Konkurrenz. Auch müssen Produkt- und weitere Shopdaten einfach und möglichst (teil-)automatisiert für Google Adwords- und andere Online-Marketing-Kampagnen genutzt werden können.

  1. Usability und Conversion Rate

Der Kunde muss im Shop nicht nur das gewünschte Produkt oder die gesuchte Dienstleistung finden – er muss auch überzeugt werden und einfach bestellen können. Eigene Tests der Software und Best Practice Beispiele der Anbieter helfen hier, die einfache Nutzerführung und mögliche Kaufquoten zu beurteilen.

  1. Sicherheit und Integration

Das wird gerne in der ersten Begeisterung für die oberflächlichen Funktionen unterschätzt: Mithilfe von Fachleute sollte geprüft werden, ob die Software Sicherheitsrisiken hat, die auch durch die eigene Firewall und Virenscanner nicht eliminiert werden. Zudem sind die eigenen IT-Experten heranzuziehen, um zu prüfen, wie das Webshop-System integriert wird. Dazu gehört auch die Frage, ob ein webbasierter (Cloud-)Betrieb oder eine Installation auf den eigenen Server erfolgt.

  1. Software-Hersteller und Support

Bei allem Respekt für kleine, kreative Software-Schmieden: Ein vielfach erprobtes System eines großen Anbieters, das bereits bei namhaften Unternehmen im Einsatz ist, hat Vorteile. Dazu zählen auch regelmäßige Updates und Verbesserungen, eine gut erreichbare, mehrsprachige Helpline, ein User-Forum/FAQs sowie zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten der Webshop-Software.

  1. Analysen und Statistiken

Der Unternehmer und seine Mitarbeiter müssen jederzeit genau wissen, wie der Shop und die Webseiten performen. Das gilt nicht nur für Umsatz und Absatz, sondern auch für das Such- und Kaufverhalten der User. Moderne Webshops bieten übersichtliche, konfigurierbare Dashboards und Statistik-Tools, die eine professionelle Steuerung, schnelle Reaktionen und fundiertes Controlling ermöglichen.

Weitere Informationen gibt es hier: https://www.youtube.com/embed/u5rYLkjN4vk