SVL mit zweitem Sieg in Folge und bester Saisonleistung gegen Krefeld

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Bild: Die Abwehr steht zu Beginn im Fokus | Foto: SVL
Ludwigsburger Wasserballer verteidigen mit dem 14:06 (1:1/6:2/1:3/6:0) – Heimsieg den wichtigen Playoff-Platz 6

Ludwigsburg.| Mit der Schlusssirene brandete noch einmal tosender Applaus auf den wieder sehr gut besuchten Rängen des Stadionbads in Ludwigsburg auf, als die Mannschaft Geburtstagskind Pavle Vukicevic hochleben lies und den eigenen Sieg nach überzeugenden 32 Minuten mit den eigenen Fans feierten.

Nach dem Auswärtssieg in der Vorwoche in Hamburg ging die Mannschaft von Sven Schulz mit ordentlich Auftrieb in die Partie gegen den Tabellennachbarn aus Krefeld. Befreit vom immensen Druck der letzte n Wochen im Abstiegskampf spielten die Schwarz-Gelben am Samstagabend auf, hat man doch in der aktuellen Konstellation den Klassenerhalt nun in den eigenen Händen.

Das Spiel wurde zu Beginn von zwei konsequenten Abwerreihen dominiert, die kaum Torchancen zuließen. Ehe der Krefelder Goalgetter Istvan Keresztes nach knapp viereinhalb Minuten Spielzeit einen Abstimmungsfehler der Schwarz-Gelben nutzte und den Ball im Ludwigsburger Tor versenkte. Doch es sollte sein einziger Treffer in der Partie bleiben, dem Führenden der Torjägerliste in der Pro B Dusan Dragic verwehrte die Defensive um den „Spieler des Spiels“ Josip Katusa gar diesen einzelnen Treffer. Milosav Aleksic brach den Bann in der Offensive und glich mit einem überlegten Distanzschuss das Spiel für den SVL zum 1:1 aus.

Mit der zweiten Überzahl des Spiels markierte Tim Hornuf nach schnellem Doppelpass den Führungstreffer für die Gastgeber. Diesen Vorsprung bauten Milosav Aleksic und Pavle Vukicevic mit jeweils zwei Treffern sowie Adam Blank, bei nur zwei Gegentreffern der Gäste, bis zum Halbzeitstand von 7:3 aus. Die Barockstädter wirkten in dieser Phase fokussierter und von Coach Sven Schulz bestens auf den Gegner eingestellt.

Nach dem Seitenwechsel verlor man kurzzeitig ein wenig den Faden und das Team vom Niederrhein fand nach der Pause besser ins Spiel und verkürzten aus dem Rückraum und per Strafwurf auf 7:5. Aber auch in diesem Moment zeigte man sich mental gestärkt und in der Defensive weiter verbessert. Im Angriffsspiel agierte man zu häufig überhastet und brachte den Ball nicht an den besser positionierten Mitspieler oder spielte den Angriff nicht konsequent zu Ende. Adam Blank schloss einen sehenswerten Schnellangriff kurz vor Ende des Viertels zum 8:5 ab, dem der SVK-Kapitän Paul Huber noch den letzten Treffer der Gäste zum 8:6 folgen ließ.

Milosav Aleksic und Bosko Krivicic sorgten innerhalb von neunzig Sekunden für die Entscheidung des Spiels und brachten den Schwimmverein mit 10:6 in Front. Die Gäste zollten dem intensiven dritten Spielabschnitt ein wenig Tribut und wirkte nach diesen beiden Wirkungstreffern angeknockt. Pavle Vukicevic und Adam Blank mit einem formidablen Rückhandwurf, verpassten den Krefeldern dann in einer über weite Teile fairen und sicher geleiteten Partien den bildlichen Kock-out. Der Mannschaftskapitän der Schwaben Adrijan Jakovcev und erneut Adam Blank nach Penalty besorgten den 14:6-Endstand.

„Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen physischen starken Gegner, dem wir aber heute Paroli bieten konnten. Ich bin über weite Strecken zufrieden mit meinem Team sehe uns für die beiden letzten Rundenspiele in Köln und Berlin gut gerüstet. Wir sind noch nicht durch, haben heute aber einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.“ Analysiert Cheftrainer Sven Schulz die Partie.

„Wir wollten heute unbedingt gewinnen und uns von den direkten Verfolgern aus Hamburg und Köln absetzen. Das ist uns in überzeugender Weise gelungen und ich bin stolz Teil dieses Teams zu sein. Wir haben uns in den letzten Wochen gefunden und das Zusammenspiel wird immer besser. Jetzt freue ich mich auf das ein oder andere Getränk auf meinen Geburtstag und unseren Sieg“, kommentiert Pavle Vukicevic mit einem Augenzwinkern die Geschehnisse.

Heim – SV Ludwigsburg 08: Josip Katusa, Thomas Hartmann, Bosko Krivicic (1 Tor), Djordje Milojkovic, Filip Zugic, Milosav Aleksic (4), Pavle Vukicevic (3), Antonio Tadic, Adam Blank (4), Adrijan Jakovcev (1), Tim Hornuf (1), Dario Labavic, Lars Blankenhorn

Gast – SV Krefeld 1972: Leo Vogel, Valentin Gerresheim, Frederik Neber, Timo Schwark, Kristof Hulmann (1), Andrij Kryshtal (2), Moritz Pohlmann, Istvan Keresztes (1), Roland Tatar (1), Paul Huber (1), Dusan Dragic, Sebastian Vollmer