Elektromobilität hält Einzug in Freiberg

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Freiberg a. N.| Mit der Einweihung der ersten öffentlichen Ladesäule im Dezember am Gaumentanz, wurde in Freiberg a. N. ein weiterer Schritt zur Energiewende und zum Klimaschutz für Freiberg begangen. Initiiert wurde die Aufstellung der Ladesäule durch den Verpächter des Cafés Willi Zimmer und den Betreiber, das Bäckereiunternehmen Lutz. Das innovative Angebot, das auch staatlich gefördert wurde, kann öffentlich genutzt werden und lädt dazu ein, die Ladung des Fahrzeugs mit einem Aufenthalt im Gaumentanz zu verbinden, was bereits von zahlreichen Kunden genutzt wird.

Mit dem von den Stadtwerken Freiberg a. N., FaNergie, gesponserten Ökostrom aus 100 % Wasserkraft, wird eine nachhaltige Ladung der elektrisch betriebenen Fahrzeuge gewährleistet und bietet noch bis März 2018 die Möglichkeit, den Akku kostenfrei aufzuladen.

Mit der Beschilderung der beiden zur Verfügung gestellten Parkplätze und der im Frühjahr nachfolgenden Parkplatzmarkierung wird die Nutzung der Ladesäule vereinfacht, sodass Fahrzeuge mit fossilen Brennstoffen diese Parkflächen dann nicht mehr nutzen können. „Das von Willi Zimmer, dem Verpächter des Grundstücks, angeregte Projekt ist ein begrüßenswerter erster Schritt zur Etablierung der Elektromobilität in Freiberg“, lobt Bürgermeister Schaible die Initiative des Stadtrats. „Die hohe Nachfrage und die zahlreichen Rückmeldungen der Nutzer dieser Ladesäule, haben uns darin bestärkt, die Elektromobilität in Freiberg weiter auszubauen. Da die Stadt Freiberg diese umweltfreundliche Zukunftsmobilität unterstützen will, wird die schnelle Umsetzung der Beschilderung und der Parkplatzmarkierung bei der Ladesäule am Gaumentanz in enger Zusammenarbeit mit dem Ladestationsbetreiber, der Energie Calw GmbH, vorangetrieben. Die winterlichen Wetterbedingungen sorgen jedoch bei den Markierungsarbeiten noch für eine Verzögerung“, betont Bürgermeister Dirk Schaible.

Die Nutzung der Ladesäule am Gaumentanz erfolgt aktuell über die einfache Freischaltung via RFID-Erkennung. Dabei ist es unerheblich, welche RFID-Karte genutzt wird. „Der Einstieg der Elektromobilität in Freiberg sollte nicht mit Hindernissen, wie die Bindung an eine bestimmte Karte, verbunden werden“, erklärt Schaible weiter. So könne im Moment auch der aktivierte, neue Personalausweis oder eine aktivierte Bankkarte genutzt werden, um den Ladevorgang zu starten. Ab Frühjahr wird es dann zusätzlich noch möglich sein, die Freischaltung über eine App zu starten. So sei ein diskriminierungsfreier Zugang möglich. Die Ladung für E-Bikes kann durch die beiden zusätzlichen Schuko-Steckdosen dabei ebenfalls ermöglicht werden.

Für ihre Kunden wird die FaNergie einen zusätzlichen Service anbieten und auf ihrer Homepage unter www.fanergie.de weitere Informationen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Freiberg und der Nutzung der Ladesäulen anbieten. „Ein umfassender Kundenservice hat bei der FaNergie einen hohen Stellenwert, weshalb wir hier ebenfalls für unsere Kunden beratend zur Seite stehen werden“, erklärt Geschäftsführer der FaNergie Stefan Kegreiß und freut sich dabei über die Unterstützung der ENCW aus Calw. So könne ein Umstieg auf die Elektromobilität forciert und angetrieben werden.

Mit der auf private Initiative eingerichteten Ladesäule am Gaumentanz wird klar, welchen Stellenwert die Elektromobilität in Freiberg bereits hat, sodass die Stadt in den kommenden 12 Monaten selbst ebenfalls mehrere Ladesäulen installieren wird und so das Angebot für die Elektrofahrzeuge ausbaut.