Schwimmverein Ludwigsburg scheidet im Deutschen Pokal aus

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Bild: Der SVL in starker Bedrängnis | Foto: SVL
Europa-Cup-Teilnehmer zu stark für die Schwaben

Ludwigsburg.| Im Achtelfinale ist für die Schwarz-Gelben Endstation. In einer einseitigen Partie kann man beim 7:19 (1:7/3:2/1:5/2:5) lediglich im zweiten Viertel überzeugen.

Der Pokal hat seinen eigenen Gesetze, leider trifft dieser Sachverhalt nur sehr eingeschränkt im Wasserball zu, da meist die höherklassige Mannschaft am Ende auch das Feld als Sieger verlässt. So auch am vergangenen Samstag, als das Pro A Team des ASC Duisburg im Ludwigsburger Stadionbad zu Gast war.

Ohne seinen Stammtorwart Josip Katusa, den Linkshänder Bosko Krivicic und Allrounder Lars Blankenhorn, die alle krankheitsbedingt ausfielen, waren die Aussichten auf eine große Pokalnacht gegen das Topteam aus Duisburg eher getrübt. Trotzdem hatten sich die Spieler von Trainer Laszlo Csanyi für diese besondere Partie einiges vorgenommen und wollten dem Gast aus dem Ruhrgebiet den Einzug keinesfalls kampflos überlassen.

Für den erkrankten Katusa kam Dalibor Vasiljevic zu seinem Debüt für die Schwarz-Gelben und auch Tom Barth schnürrte zum ersten Mal in dieser Saison seine Kappe. Das Spiel begann, wie die vergangenen Partien endeten. Im Angriff bemühte man sich um Strukturen und scheiterte oftnals am gut aufgelegten Gäste-Torwart Stefan Popovic. In der Verteidigung stand man stabiler, wurde aber trotzdem regelmäßig mit einem Ausschluss eines Spielers bestraft. Die eigenen Fehler wurde von den Gegner konsequent mit Gegentoren bestraft.

Nils Illinger und die beiden Nationalspieler Dennis Eidner und zwei Mal Paul Schüler brachten Duisburg schnell mit 0:4 aus Sicht der Schwaben in Führung, ehe Pavle Vukicevic der erste Treffer für den SVL gelang. Die Westfalen legten noch drei Treffer bis zum Ende des ersten Abschnitts nach, so dass mit dem 1:7 zum Viertelende die Weichen bereits gestellt schienen. Zudem verlor man noch in dieser Phase seinen Topscorer Adam Blank, den die Schiedsrichter wegen eines Regelverstoß für den Rest des Spiels ausschlossen.

In Abschnitt 2 keimte noch einmal Hoffnung auf, als es den Schwaben durch zwei Treffer von Pavle Vukicevic und einen durch Milosav Aleksic gelang auf 4:7 zu verkürzen. Diese wurde durch zwei Treffer für den ASCD durch Florian Grohmann noch vor dem Seitenwechsel zum Halbzeitstand von 4:9 recht schnell wieder erstickt.

Nach der Pause agierte der A-Ligist souverän und baute seinen Vorsprung auf 5:14 aus, womit das Spiel endgültig entschieden war. Den Treffer für die Ludwigsburger, die im 3.Viertel ihren Kapitän Adijan Jakovcec nach seinem dritten Ausschluss einbüßten, steuerte Miro Tadin mit einem sehenswerten Distanztreffer bei.

Der Schlußabschnitt plätscherte dahin und wurde lediglich durch weitere sieben Ausschlüsse gegen den SVL und derer zwei für Duisburg in einer über weite Strecken sehr fairen Partie bunter gestaltet. Milosav Aleksic und Miro Tadin netzten noch zwei Mal aus der Distanz ein, was von den Gästen mit 5 Treffern beantwortet wurde und zum leistungsgerechten 7:19 Endstand resultierte.

Entsprechend knapp fiel auch das Fazit des Cheftrainers der Ludwigsburger Laszlo Csanyi aus:“Gratulation an den ASC Duisburg zum Einzug in die nächste Runde. Wir hätten gerne für unsere Zuschauer ein besseres Ergebnis erzielt, was aber heute aus verschiedenen Gründen für uns nicht möglich war. Wir konzentrieren uns nun ganz auf die anstehenden Aufgaben in der Liga.“

Heim – SV Ludwigsburg 08: Dalibor Vasiljevic, Tim Kraut, Miro Tadin (2 Tore), Djordje Milojkovic, Filip Zugic, Milosav Aleksic (2), Pavle Vukicevic (3), Adam Blank, Adrijan Jakovcev, Tim Hornuf, Dario Labavic, Tom Barth

Gast – ASC Duisburg: Stefan Popovic, Dennis Eidner (2), Bela Marinus Basso, Veljko Stanimirovic (1), Tobias Gietz (3), Nikolaos Raptakis (1), Nils Illinger (2), Nick Möller (1), Vitor Pavicic Capucho, Paul Schüler (4), Efstratios Manolakis (1), Jan Bakulo (2), Florian Gromann (2)