SG BBM Bietigheim will gegen den EHV Aue den nächsten Heimsieg

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Bietigheim-Bissingen.| Bei der Heimpartie der Männer der SG BBM in der 2. Liga gegen den EHV Aue (19.30 Uhr, EgeTrans Arena) trifft sich die Handball-Region zur Heimstärke-Party in der Bietigheimer Lama-Bar.

Zuvor gibt es mit einem Eintrittsticket Handball im Doppelpack zu sehen. Im Lokalderby erwartet die 2. Frauenmannschaft der SG BBM, die nach sieben Spieltagen an der Spitze der 3. Liga Süd steht, den TV Möglingen (Anpfiff 17 Uhr). Für die richtige Stimmung bei der After-Show Party sollen freilich Bietigheims Zweitliga-Handballer sorgen, die gegen den EHV Aue den sechsten Sieg im sechsten Heimspiel anpeilen.

Vieles scheint vorab für einen Erfolg des Tabellendritten gegen die Erzgebirgshandballer zu sprechen, die momentan auf Rang 17 einen der vier Abstiegsplätze in der 2. Liga belegen. Zudem hat der EHV Aue bei fünf Auftritten in der Stadt an Metter und Enz noch nie gewinnen können. Doch solche Statistiken lassen SG BBM-Coach Hartmut Mayerhoffer unbeeindruckt: „Das Punktekonto spiegelt nicht die letzten Leistungen des EHV Aue wider, der zweimal gegen Spitzenmannschaften eine Siegchance hatte. Das macht die Sache auch für uns gefährlich.“

Aue reagiert mit Neuzugang
Die Sachsen kämpfen derzeit auf der Spielmacherposition mit gehörigem Verletzungspech. Nach dem Ausfall von Eric Meinhardt und dem litauischen Neuzugang Benas Petreikis überraschte der EHV Aue vor zwei Wochen mit der Verpflichtung von Alexander Koke. Der promovierte Sportwissenschaftler mit Stationen unter anderem in Lemgo, Melsungen oder Eisenach hatte aus beruflichen Gründen eigentlich die Handballschuhe schon im Februar an den berühmten Nagel gehängt, ebenso wie sein Traineramt in Dormagen. Jetzt will der 38-jährige Dozent an der Universität Halle zumindest bis Ende des Jahres den Sachsen aus einer personellen wie sportlichen Notlage helfen.

Seit ziemlich genau einem Jahr ist Stephan Swat in Aue am Ruder. Zur neuen Saison hat der EHV-Coach sein Team kräftig umbauen müssen. Unter anderem gilt es den Abgang der Island-Fraktion um Bjarki Gunnarsson, Arni Sigtryggsson und Dadi Runarsson zu kompensieren. Dabei soll unter anderem der 21-jährige Mindaugas Dumcius helfen, Mannschaftskollege des Bietigheimer Torjägers Gerdas Babarskas im litauischen Nationalteam. „Mindaugas macht im rechten Rückraum wenig Fehler“, weiß Babarskas über seinen Landsmann zu berichten. „Es macht Spaß mit ihm zu spielen und ich bin gespannt, wie er sich am Samstag schlägt.“

Vieles ruht im Angriff auf Marc Pechstein, im linken Rückraum mit 63 Treffern der erfolgreichste Werfer der Erzgebirgischen und Ausgangspunkt für gefährliches Spiel über die Kreispositionen. Doch zu Punkten reichte es den Sachsen bislang nur in den Heimpartien gegen Konstanz und Saarlouis, zuletzt beim 28:29 gegen den VfL Lübeck-Schwartau war Aue nahe dran an den nächsten Zählern. Auswärts blieb die Swat-Truppe noch ohne Zählbares.

Mayerhoffer : „Alle arbeiten sehr konzentriert“
So etwas wie Serien-Routine soll vor dem sechsten Heimauftritt der Schwaben erst gar nicht aufkommen. „Die Jungs nehmen die nächste Aufgabe sehr ernst,“ ist Mayerhoffer überzeugt und sein Team stellt das mit viel Engagement in der Trainingswoche unter Beweis. Die SG BBM bildet hinter Balingen-Weilstetten den erfolgreichsten Angriff der Liga. Bietigheims beste Werfer jedoch, Babarskas (48), Christian Schäfer (41) oder Patrick Rentschler (40) , sind in der Scorer-Liste nicht unter den prominenten Plätzen zu finden. Diese Ausgeglichenheit im Angriff ist zweifellos eine der Stärken der Schwaben. Jeder ist torgefährlich, alle Positionen tragen zum Erfolg bei. Dazu passt auch, dass alle Mann sich für Samstag einsatzbereit gemeldet haben. Auch der zuletzt angeschlagene Linksaußen Martin Marcec wird wieder dabei sei.

Bietigheims Nationalspieler Gerdas Babarskas hat in der Länderspielwoche nur zwei der drei Spiele seines litauischen Teams beim Vierländerturnier in Polen mitgemacht. Der Rechtshänder wurde nach einer Überlastung des Sprunggelenks vorsichtshalber geschont. Das sollte den 23-jährigen gegen Aue jedoch nicht mehr behindern. „Wir alle wissen, dass Aue ein starker Gegner sein wird,“ sagt Babarskas selbstbewusst . „Am Ende wird sich auf dem Feld die bessere Mannschaft durchsetzen.“