Für mehr Durchblick: Bildungskoordination für Neuzugewanderte

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Im Rems-Murr-Kreis unterstützen zwei Mitarbeiterinnen Geflüchtete und Migranten dabei, passende Bildungsangebote für sich zu finden.
Rems-Murr-Kreis.| Mit der Beteiligung am Bundesprogramm Bildungskoordination will der Rems-Murr-Kreis dazu beitragen, dass Angebot und Nachfrage im Bildungsbereich besser zusammen passen. Für Neuzugewanderte gibt es eine Vielzahl an Bildungsangeboten und eine Vielzahl an Akteuren, die Angebote durchführen oder auf der Suche nach einem passenden Angebot sind. Die Bandbreite ist dabei groß: Sprach- und Integrationskurse, Vorbereitungsklassen, Maßnahmen der Berufsorientierung, ehrenamtliche Initiativen und vieles mehr.
Um die Ressourcen vor Ort besser zu bündeln, ist eine gute Koordination der verschiedenen bildungsrelevanten Akteure notwendig. Seit Juli 2017 gibt es daher zwei durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Stellen zur Kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte. Die Stellen sind beim Landratsamt im Amt für Schulen, Bildung und Kultur angesiedelt. Die Bildungskoordinatorinnen arbeiten eng mit der Integrationsbeauftragten, mit den Sozialarbeitern, Bildungsträgern, den Städten und Gemeinden sowie dem Ehrenamt zusammen und beantworten Fragen rund um das Thema Bildung. Sie sind Anlauf- und Schnittstelle, Netzwerkpartner der Bildungsträger im Kreis und Ansprechpersonen zum Thema Bildungsangebote für alle, die in der Integration von Neuzugewanderten tätig sind.
Sandra Stark und Lara Stoll bringen für die Arbeit als Bildungskoordinatorin vielfältiges Wissen in den Themenbereichen Bildung, Migration und Integration mit. Lara Stoll war bereits als Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Waiblingen tätig und kennt somit die Gegebenheiten vor Ort, während auch Sandra Stark durch ihre Tätigkeit als Sozialbetreuerin in einer Gemeinschaftsunterkunft im Kreis Böblingen den täglichen Kontakt mit Geflüchteten erlebt hat. Ganz aktuell steht vor allem das Thema Sprachkurse für Flüchtlinge im Mittelpunkt. Hier soll über eine frei zugängliche Liste über die Verfügbarkeit von Kursplätzen informiert und so der Zugang zu den Kursen erleichtert werden. Außerdem werden die Bildungskoordinatorinnen auch beim „Forum AK Asyl“, der Netzwerkveranstaltung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe, am 11. Oktober vertreten sein.

„Mit den zwei hoch motivierten und erfahrenen Kolleginnen können wir nun eine große Lücke bei der Koordination und Steuerung von Bildungsangeboten schließen“, freut sich auch Christina Reimling,

Leiterin der Stabsstelle Integrationsförderung und Integrationsbeauftragte des Kreises. „Damit setzen wir einen wichtigen Baustein aus unserem Integrationsplan um und legen einen weiteren Grundstein für die Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort. Gerade im Hinblick auf den Pakt für Integration ist es wichtig, dass die Aktivitäten von Kreis und Kommunen immer mehr ineinander greifen und Strukturen weiter verschlankt werden.“

Interessierte können die Bildungskoordinatorinnen jederzeit kontaktieren oder ohne Anmeldung in die offene Sprechstunde ins Landratsamt kommen: Donnerstags von 15-17 Uhr, Mayennerstr.3, 1.OG, Raum 23.