Medikamente richtig entsorgen

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Foto „Tabletten“: Pixabay
Auch Arzneimittel haben ein Verfallsdatum. Die AOK erklärt, wie man Medikamente richtig entsorgt.

Stuttgart/Kreis Böblingen.| Die AOK Baden-Württemberg und das Umweltministerium Baden-Württemberg setzen sich in einer Werbeaktion für den verantwortungsvollen Umgang mit Gesundheit und Umwelt bei Arzneimitteln ein. Denn oft werden abgelaufene Medikamente falsch entsorgt: Nicht aufgebrauchte Tabletten, Kapseln, Salben, Säfte oder Tropfen gehören in den Restmüll. Über die Restmülltonne werden Arzneimittelreste verbrannt und sicher entsorgt. Auf diese Weise wird die Umwelt vor unnötigen Belastungen durch medizinische und pharmazeutische Wirkstoffe bewahrt.

„Wichtig für eine umweltbewusste Entsorgung von alten Medikamenten ist vor allem, dass sie nicht über die Toilette oder das Waschbecken entsorgen werden. Das belastet den Wasserkreislauf“, betont Wassiliki Babel, Pressesprecherin der AOK Stuttgart-Böblingen. Seit dem 1. Juni 2005 wird in Deutschland der Hausmüll in Müllverbrennungsanlagen verbrannt oder mechanisch-biologisch vorbehandelt, bevor er in Deponien gelagert wird. Dadurch werden die Schadstoffe, die sich in abgelaufenen Medikamenten befinden können, weitgehend zerstört oder inaktiviert. Wird der Müll anschließend deponiert, stellen eventuell vorhandene Arzneimittelreste keine Gefahr für das Grundwasser dar.

Das Ablaufdatum kennzeichnet die Haltbarkeit von Medikamenten. Wassiliki Babel dazu: „In der Packungsbeilage finden Sie Hinweise darauf, in welchem Zeitraum Sie das Arzneimittel nach der Öffnung aufbrauchen beziehungsweise entsorgen sollten. Hier steht auch, wie Sie das jeweilige Medikament am besten aufbewahren“. Durch unsachgemäße Lagerung können Arzneimittel verderben.

Daran erkennt man verdorbene Medikamente:

  • Gele, Cremes, Salben oder Zäpfchen haben sich verflüssigt oder verfärbt
  • Tabletten zeigen Verfärbungen oder Risse
  • Verpackungen sind aufgebläht
  • Medikamente riechen streng
  • Tropfen, Säfte oder Injektionspräparate sind flockig oder eingetrübt

„Im Zweifelsfall sollte man in seiner Apotheke nachfragen, ob das Medikament noch verwenden werden kann“, so die Pressesprecherin der AOK Stuttgart-Böblingen.

Foto „Tabletten“: Pixabay