Polizei-Report Rems-Murr-Kreis | Woche 15

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Foto: eigen

Althütte: Auto fährt gegen Baum, Fahrer eingeklemmt
Ein 18-jähriger Fordfahrer befuhr am Samstag, gegen 20:37 Uhr, die Landesstraße 1120 von Althütte in Richtung Lutzenberg. Etwa 1 km nach Ortsende Althütte verlor der Fahrer aus bislang noch unbekannter Ursache die Kontrolle über seinen Ford und kollidierte mit einem Baum. Der Fahrer wurde eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr gerettet werden. Anschließend kam er schwerverletzt in ein Krankenhaus. Am Fahrzeug entstand Sachschaden in Höhe von ca. 8.000 Euro. Die Feuerwehren Althütte und Rudersberg waren mit 3 Fahrzeugen und 22 Mann vor Ort. Die Landesstraße musste zur Unfallaufnahme und für die Rettungsmaßnahmen ca. zwei Stunden gesperrt werden.

Winnenden: Leichtkraftrad übersehen – zwei Verletzte
Am Karfreitag, kurz vor 22 Uhr, befuhr eine 56jährige Peugeot-Fahrerin die Albertviller Straße in Richtung Landesstraße 1140, um dort nach links in Richtung Winnenden abzubiegen. Hierbei übersah sie ein vorfahrtsberechtigtes in Richtung Berglen fahrendes Leichtkraftrad. Der 17jährige Fahrer der KTM wurde schwer verletzt, der 16jährige Sozius und die Peugeot-Fahrerin leicht. Zur Bergung der KTM wurde ein Abschleppunternehmen verständigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 6000 Euro. Im Rahmen der Unfallaufnahme kam es zu leichteren Behinderungen auf der Landesstraße.

Fellbach: Sturz mit Pedelec
Kurz vor 12 Uhr verunglückte am Karfreitag eine 51jährige Pedelec-Fahrerin alleinbeteiligt im Langen Tal in Oeffingen. Die Fahrerin war in Richtung Weidachklause unterwegs, fuhr über eine Bodenwelle und verlor hierbei die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Sie trug zwar einen Fahrradhelm, zog sich jedoch trotzdem schwere Verletzungen zu und musste mit einem Rettungswagen in eine Klinik nach Stuttgart gebracht werden.

Backnang: Unfallhergang unklar – Zeugen gesucht
Am Donnerstag, gegen 13:53 Uhr, kam es in der Stuttgarter Straße, auf Höhe eines Lebensmittelgeschäftes, zu einem Unfall zwischen einem 22jährigen VW-Fahrer und einem 66jährigen Audi-Fahrer. Die beiden Unfallbeteiligten bezichtigen sich gegenseitig den Unfall aus Unachtsamkeit verursacht zu haben. Der VW-Fahrer soll den Audifahrer beim Wechsel vom rechten auf den linken Fahrstreifen übersehen haben und im Gegensatz der Audifahrer den VW-Fahrer beim Abbiegen auf den Kundenparkplatz des Lebensmittelgeschäftes. Das Polizeirevier in Backnang sucht zur Klärung des Unfallhergangs Zeugen und bittet sich unter Telefon 07191/909-0 zu melden. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von ca. 7.500 Euro.

Kirchberg/Murr: Sperrmüll in Brand gesetzt
Ein bislang unbekannter Täter setzte am Donnerstag, gegen 23:00 Uhr, in der Bahnhofstraße den Sperrmüll in einer Absetzmulde in Brand. Das Feuer beschädigte das Garagentor einer neben dem Gebäude liegenden Garage sowie die Wandverkleidung der Gebäudefassade. Der entstandene Schaden wird auf ca. 5.000 Euro geschätzt. Die Feuerwehren Kirchberg und Steinheim waren mit 5 Fahrzeugen und 27 Mann im Einsatz und konnten durch schnelles Löschen ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude verhindern.

Auenwald: Dachstuhlbrand
Im Drosselweg in Lippoldsweiler, kam es am Donnerstag, gegen 18:00 Uhr zu einem Dachstuhlbrand an einem Mehrfamilienhaus. Alle Bewohner konnten sich unverletzt ins Freie retten. Ein aufmerksamer Anwohner versuchte noch mit einem Feuerlöscher das Feuer zu löschen, was leider ohne Erfolg blieb, denn das Feuer hatte bereits die Dämmung der Fassade ergriffen. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen, dürfte eine nicht vollständig erloschene Zigarette den Brand ausgelöst haben. Die Feuerwehren aus Auenwald, Backnang, Allmersbach und Weissach sowie die Feuerwehr Fellbach mit ihrem Gerätewagen Atemschutz waren mit 56 Mann und 11 Fahrzeugen vor Ort. Zur Brandbekämpfung musste das Dach abgedeckt und im Innern des Gebäudes Deckenverkleidungen geöffnete werden. Es entstand Sachschaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro.

Kernen im Remstal: Strohballen angezündet
Auf einem Wiesengrundstück, in Verlängerung zur Dombovarstraße, wurden am Karfreitag, gegen 01:58 Uhr, durch einen bislang unbekannten Täter einer von mehreren Strohballen angezündet. Eine Jugendgruppe, die auf Nachtwanderung war, bemerkte den Brand und verständigte sofort die Feuerwehr. Die Abteilung Rommelshausen musste mit acht Mann und zwei Fahrzeugen anrücken um den Strohballen zu löschen und ein Ausbreiten des Brandes auf die anderen Strohballen zu verhindern. Der angerichtete Schaden ist bislang unbekannt.

Schorndorf: Fahrzeug überschlagen
Am Donnerstag, gegen 19:45 Uhr, befuhr ein 29jähriger Opelfahrer die Bundesstraße 29 in Richtung Aalen. Kurz nach der Anschlussstelle Schorndorf-West, kam er aus noch unbekannten Gründen von der Fahrbahn ab und fuhr die steil ansteigende Böschung hinauf. Anschließend überschlug sich das Fahrzeug, wobei die 32jährige nicht angeschnallte Beifahrerin aus dem Fahrzeug geschleudert wurde. Sie wurde schwerverletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Ein 3jähriges Kind und der Fahrer wurden leicht verletzt und mussten ebenfalls in Krankenhäuser gebracht werden. Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde beim Fahrer Alkoholeinfluss festgestellt. Er musste eine Blutprobe und seinen Führerschein abgeben. Die Bundesstraße war für die Unfallaufnahme und Aufräumarbeiten bis ca. 22:26 Uhr vollgesperrt. Neben der Straßenmeisterei waren zwei Rettungswägen, ein Notarzt und ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Am Fahrzeug entstand Totalschaden in Höhe von mehreren tausend Euro.

Alfdorf: Mopedfahrer kollidiert beinahe mit Streifenwagen
Ein 52jähriger Mopedfahrer befuhr am Karfreitag, gegen 00:07 Uhr, die Ortsdurchfahrt Pfahlbronn in Richtung Alfdorf. Als ihm ein Streifenwagen im Rahmen eines anderen Einsatzes mit Sondersignal entgegenkam, kam der Mopedfahrer auf die Gegenfahrspur. Der Fahrer des Streifenwagens musste eine Vollbremsung einleiten und nach rechts über den Gehweg ausweichen um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden. Bei der anschließenden Kontrolle, der sich der Mopedfahrer zunächst durch Flucht zu entziehen versuchte, wurde festgestellt, dass er nicht nur unter Alkoholeinwirkung stand sondern auch keinen Führerschein hatte. Der 52jährige musste anschließend eine Blutprobe abgeben. Ihn erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Welzheim: Fahrzeugschlüssel geraubt anschließend Unfall gebaut und abgehauen
Am Karfreitag, gegen 03:18 Uhr, wurde ein 31jähriger nach Verlassen einer Gaststätte von einem bislang Unbekannten niedergeschlagen und sein Autoschlüssel weggenommen. Der Räuber flüchtete anschließend mit dem Fahrzeug des Opfers. In der Falkenstraße kollidierte der Unbekannte dann mit drei geparkten Fahrzeugen, ließ das gestohlene Fahrzeug zurück und flüchtete anschließend zu Fuß. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung mit mehreren Streifen der Reviere Schorndorf und Schwäbisch Gmünd, konnte der Täter unerkannt entkommen. Der Kriminaldauerdienst nahm in der Nacht noch die Ermittlungen auf. An den beschädigten Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro.

Schorndorf-Weiler: 10-jähriger Bub durch Glasscheibe gebrochen – Mit Hubschrauber in Klinik
Ein etwa 10-jähriger Bud kletterte am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr bei der Grundschule in der David-Wolleber-Straße auf das Glasdach eines dortigen Fahrradabstellplatzes. Dabei krachte eine Scheibe und das Kind stürzte etwa aus drei Metern zu Boden. Der Junge zog sich hierbei schwere Verletzungen zu. Er wurde von einem Notarzt am Unglücksort erstversorgt, ehe er mit einem angeforderten Rettungshubschrauber, der auf einem freien Feld im Bereich der Schorndorfer Straße landete, in eine Klinik verbracht wurde.

Schwaikheim: Unfallflucht
Ein in der Fritz-Ebert-Straße geparkter VW Transporter wurde zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen beschädigt. Der Unfallverursacher flüchtete und hinterließ an dem geparkten Auto ein Sachschaden in Höhe von ca. 3000 Euro. Hinweise auf den Unfallflüchtigen nimmt nun zur Klärung der Tat die Polizei in Winnenden unter Tel. 07195/6940 entgegen.

Oppenweiler: Arbeitsunfall – Maschinenführer tödlich verunglückt
Bei Straßenbelagsarbeiten ereignete sich am Donnerstagmittag kurz vor 12 Uhr ein tragischer Arbeitsunfall. Mit einer Fräsmaschine sollte der Fahrbahnbelag der K 1824 zwischen Oppenweiler und Schiffrain abgetragen werden. Den ersten Erkenntnissen zufolge wollte ein 53-jähriger Fahrzeugführer mit einer 50 Tonnen schweren selbstfahrenden Arbeitsmaschine rückwärtsfahren. Dabei lenkte er vermutlich das Fahrzeug zu weit in Richtung des unbefestigten Straßenrandes, bis plötzlich der Untergrund an der dortigen Böschung abrutschte. Die schwere Maschine stürzte sodann etwa 3 Meter abwärts und begrub den Maschinenfahrer unter sich. Ein alarmierter Notarzt konnte an der Unfallstelle nur noch den Tod des 53-Jährigen feststellen. Ein 56-jähriger Arbeiter, der neben dem tödlich verunglückten Mann auf der Arbeitsmaschine gestanden hatte und für die Bedienung der Fräse zuständig war, konnte noch vor dem Absturz der Maschine abspringen. Der Mann zog sich hierbei schwere Beinverletzungen zu und musste in ein Krankenhaus verbracht werden. Zur Bergung der Arbeitsmaschine wurde ein Kranfahrzeug hinzugezogen. Weil die Fahrbahn während der Baumaßnahmen sowieso gesperrt ist, zog der Unfall keine Verkehrsstörungen nach sich.

Kernen im Remstal: Einbrüche
Einen Tatzusammenhang erscheint für die Polizei als sehr wahrscheinlich, nachdem in der Nacht zum Mittwoch drei Einbrüche mit derselben Handschrift in Rommelshausen verübt wurden. Die bislang unbekannten Einbrecher suchten in der Friederichstraße ein Friseurgeschäft und in der Stettener Straße ein Cafe sowie das örtliche Bürgermeisteramt heim. Zugang zu den Gebäuden verschafften sich die Täter über aufgebrochene Fenster und Türen. Soweit bislang festgestellt wurde, erbeuten die Diebe aus den Geschäften bzw. aus dem Amt jeweils einen niedrigen dreistelligen Bargeldbetrag. Aus dem Cafe wurden noch zwei größere Schokohasen mitgenommen. Der Gesamtschaden an Inventar und Gebäuden wurde vorläufig auf ca. 8000 Euro beziffert. Die Polizei Kernen hat die Ermittlungen zu den Einbrüchen übernommen und bittet nun zur Klärung der Taten auch um Zeugenhinweise, falls in der Tatnacht verdächtiges festgestellt wurde. Eingehende Hinweise werden unter Tel. 07151/41798 entgegengenommen.

Fellbach: Auffahrunfall
10000 Euro ist die Schadenbilanz eines Auffahrunfalls, der sich am Mittwoch kurz nach 17 Uhr ereignete. Ein 42-jähriger Golf-Fahrer erkannte in der Bühlstraße in Richtung Rommelshausener Straße infolge Unachtsamkeit das verkehrsbedingte Anhalten des vorausfahrenden Verkehrs und fuhr einem BWM hinten auf. Dieser Wagen wurde durch die Aufprallwucht noch auf einen davor stehenden VW Passat aufgeschoben. Personen kamen bei der Karambolage nicht zu Schaden.

Welzheim: Betrunken gegen Hauswand
Vermutlich wegen seiner Alkoholisierung verlor am Mittwochabend kurz nach 22 Uhr ein 41-jähriger Autofahrer die Kontrolle über sein Auto und krachte gegen eine Hauswand. Der Lenker des 3er BMW befuhr die Murrhardter Straße und wollte in die Gschwender Straße einbiegen. Dabei war er offenbar zu schnell, weshalb das Fahrzeug schleuderte, sich mehrfach drehte und dabei von der Fahrbahn abkam. Beim Aufprall auf das Gebäude blieb der Autofahrer unverletzt, sodass er sich zunächst unerlaubt entfernen konnte. Jedoch kam er noch während der Unfallaufnahme der Polizei zum Unglücksort zurück, woraufhin die Beamten die Alkoholisierung des Autofahrers feststellten. Bei dem Autofahrer wurde zur Feststellung seines Alkoholisierungsgrades eine Blutuntersuchung veranlasst. Der Führerschein wurde vorläufig entzogen. Der Sachschaden an Fahrzeug und Gebäude wurde auf 3200 Euro beziffert.

Waiblingen: Asylbewerber belästigte Passantin in der Erleninsel
Ein unguter Asylbewerber fiel am Mittwochnachmittag mehrfach auf. Gegen 13.30 Uhr kam es zu einem Polizeieinsatz im Asylbewerberwohnheim in der Inneren Weidach, als der Mann in aggressiver Weise eine Mitarbeiterin des Landratsamtes bedrängte. Der 30-Jährige war offenbar mit der Auszahlung der Sozialhilfe nicht einverstanden. Zweieinhalb Stunden später fiel der Algerier in der Erleninsel ein weiteres Mal auf, als er hinter einem Busch stand und masturbierte. Als eine Passantin auf den Mann aufmerksam geworden war, habe sich der 30-Jährige der Geschädigten zugewandt und sein Geschlechtsteil gezeigt. Die Polizei nahm den Mann, der nun auch mit einer Strafanzeige zu rechnen hat, vorläufig in Gewahrsam.

Backnang: Einbrecher gestört – Zeugen gesucht
Ein Ehepaar verließ am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr ihr gemeinsames Wohnhaus im Seehofweg. Weil sie etwas vergessen hatten kehrten sie bereits nach 25 Minuten ungeplant zurück und überraschten wohl die ungebetenen Gäste. Diese waren während der kurzen Abwesenheit der Bewohner auf einen Balkon im ersten Stock geklettert, wo sie eine Terrassentüre aufwuchteten und ins Haus eindrangen. Wie festgestellt wurde, hatten die Diebe bereits mit der Suche nach Wertgegenständen begonnen. Ob welche entwendet wurden, ist jedoch noch unklar. Die über die Gebäuderückseite geflüchteten Einbrecher konnten unerkannt entkommen. Die Polizei in Fellbach bittet nun in diesem Zusammenhang um Hinweise. Insbesondere von Bedeutung ist, ob möglicherweise von Anwohnern oder Passanten im Bereich des Tatorts die Täter beim Ausbaldowern oder später bei der Flucht beobachtet oder Fluchtfahrzeuge wahrgenommen wurden. Eingehende Hinweise werden unter Tel. 07191/9090 entgegengenommen.

Waiblingen: Verkehrssicherheit hing am seidenen Faden – Polizei zieht Großraumtransport aus dem Verkehr
Die Spezialisten des Verkehrkommissariats Backnang zogen am Mittwochvormittag einen Großraumtransport aus dem Verkehr. Und obwohl er auf den letzten zwei Kilometern einer rund 430 Kilometer langen Reise war, machten sie das keinen Moment zu früh. Wie die ausführliche Kontrolle ergab, war nämlich die Verkehrssicherheit des Transports zweifelsfrei nicht mehr gegeben, und das bei immerhin einer tonnenschweren Ladung. Doch der Reihe nach: Ein Verkehrsteilnehmer fuhr auf der Landesstraße 1142 hinter dem Schwertransport her. Weil das Fahrzeug stark schwankte, machte er sich Sorgen, dass es umkippen könnte und verständigte die Polizei. Eine Streife der Waiblinger Polizei hielt den Transport zwischen Hegnach und Waiblingen an und alarmierte die Backnanger Spezialisten für die Kontrolle solcher Spezialtransporte. Der tschechische Sattelzug war auf der Strecke Paderborn-Waiblingen unterwegs, seine Ladung sollte, nur wenig entfernt von der Kontrollstelle, in der Innenstadt abgeladen werden. Als erstes erkannten die Kontrollbeamten, dass die Fahrzeughöhe, für die eine Sondergenehmigung ausgestellt war, um elf Zentimeter überschritten war. Allein ein solcher Verstoß reicht aus, um eine Weiterfahrt zu untersagen. Doch es sollte weit schlimmer kommen. Zusammen mit einem Gutachter einer Kraftfahruntersuchungsstelle wurde noch an Ort und Stelle festgestellt, dass der Hauptrahmen des Aufliegers gerissen war. Dieser Auflieger trug fünf Beton-Sanitärzellen von zusammen rund 21 Tonnen Gewicht. Die Anordnung, die deshalb getroffen werden musste, war eindeutig: kein Meter weiter, denn wie der kontrollierende Polizeibeamte sagte: „die Ladung und damit die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer hing am seidenen Faden“. Die Ladung musste an Ort und Stelle umgeladen werden, was ein Ersatzfahrzeug und einen Kraneinsatz nötig machte. Da die beiden 33 und 39 Jahre alten Fahrer keinen Wohnsitz in Deutschland haben und sich auch der Firmensitz im Ausland befindet, wurde eine Sicherheitsleistung, zur Sicherung der zu erwartenden Bußgelder, in Höhe von 4200 Euro festgelegt. Oben drauf kommen vierstellige Kosten für die Umlade- und Ersatzbeförderungsaktion und für die Auslagen des Gutachters. Durch die stundenlange Dauer der Kontrolle und das aufwendige Umladen entstanden übrigens keine Verkehrsstörungen, denn es war der Polizei gelungen, rechtzeitig auf parallel zur Straße verlaufende Wege auszuweichen.

Rems-Murr-Kreis und Stuttgart: 23-Jähriger wollte sich Polizei-kontrolle entziehen und wurde nach rund 40 Kilometer Flucht gestoppt.
Einer Verkehrskontrolle wollte sich in der Nacht zum Mittwoch ein 23 Jahre alter Audi-Lenker entziehen und hat auf hierbei zwei Unfälle verursacht, dabei einen Streifenwagen gerammt, sowie zahlreiche andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.
Gegen 00:50 Uhr wollte eine Waiblinger Streifenbesatzung auf der Alten Bundesstraße in Richtung Fellbach den Audifahrer kontrollieren und gab ihm hierbei bei der Hinterherfahrt Anhaltezeichen. Auf die Aufforderungen anzuhalten reagierte der 23-Jährige jedoch nicht, sondern beschleunigte stark und flüchtete unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln in Richtung Fellbach. Die Streifenbesatzung folgte dem Flüchtenden mit Sondersignal. Zeitgleich wurden weiteren Streifenbesatzungen aus Waiblingen, Fellbach und Stuttgart hinzugezogen.
Der Audifahrer raste durch Fellbach und fuhr weiter nach Stuttgart, wo er seine Flucht über die B14 weiter bis zum Heslacher Tunnel fortsetzte. Auf der Cannstatter Straße in Stuttgart hatte er hierbei eine Geschwindigkeit bis zu circa 160 km/h erreicht. Nach dem Heslacher Tunnel fuhr er mit stark überhöhter Geschwindigkeit durch ein Wohngebiet, ehe er umdrehte und wieder durch Stuttgart, über die B 10 (Uferstraße) und B 14 in Richtung Waiblingen fuhr. An der Überleitung von der B 10 auf die B14 in Richtung Waiblingen streifte er einen Hyundai eines 23-Jährigen, wodurch ein Fremdschaden von circa 2.000 Euro entstand.
Von der B 14 wechselte der Flüchtige auf die B29 und fuhr weiter in Richtung Schorndorf. Hierbei streifte er kurz nach dem Teiler einen Streifenwagen, wodurch ein Fremdschaden von circa 2.000 Euro entstand.
In Weinstadt-Beutelsbach verließ er die Bundesstraße und fuhr über Großheppach, Korb, Winnenden, Leutenbach bis nach Weiler zum Stein. Dort wendete er und konnte an einem Kreisverkehr gestoppt werden, der von zwei Streifenbesatzungen zuvor gesperrt worden war. Der deutsche Fahrer und sein Beifahrer, ein 23 Jahre alter Kosovare, ließen sich widerstandslos festnehmen.
Es stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war und in der Vergangenheit vielfach, unter anderem wegen Diebstahl, Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz, polizeilich in Erscheinung getreten war. Der Beifahrer ist der Polizei ebenfalls kein Unbekannter. Er war überwiegend wegen Körperverletzungsdelikten polizeilich in Erscheinung getreten. Beide Männer stammen aus dem Ostalbkreis. Der Audi wurde sichergestellt, die Ermittlungen dauern an.
Es waren zahlreiche Streifen von den Polizeipräsidien Stuttgart und Aalen, sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.
Das Verkehrskommissariat Backnang bittet Verkehrsteilnehmer, welche durch die Fahrweise des Flüchtigen gefährdet oder geschädigt wurden, sich unter Telefon 07904/94260 zu melden.

Backnang: Nach banalen Streitigkeiten flogen Fäuste
Im Asylbewerberwohnheim in der Walksteige kam es am Dienstagabend gegen 21 Uhr zu Streitigkeiten zwischen zwei Bewohnern. Hintergrund der zunächst verbalen Auseinandersetzung waren wohl Unstimmigkeiten zur Badezimmernutzung. Im Verlauf sollen die beiden -es handelte sich um einen 19-jährigen Syrer und einen 18 Jahre jungen Mann aus Guinea -mit Fäusten aufeinander eingeschlagen haben. Beiden wurden dabei leicht verletzt, wollten jedoch bei der alarmierten Polizei keine Anzeige erstatten. Eine Polizeistreife konnte am Abend die Situation zumindest so weit ins Lot bringen, dass keine weiteren Eskalationen folgten. Beide müssen trotzdem mit einer Strafanzeige rechnen. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Weinstadt: Ladendiebin geflüchtet – Zeugen zum Vorfall gesucht
Bereits am Donnerstag den 23. März wurde in einer Drogerie in der Kalkofenstraße eine Frau von einem Ladendetektiv beobachtet, wie sie Waren aus der Auslage genommen hatte, diese auspackte und später in einer mitgeführten Tasche aus dem Geschäft transportierte. An der Ausfahrt des vor dem Geschäfts befindlichen Parkplatzes konnte die Frau im Auto sitzend von dem Ladendetektiv noch angetroffen werden. Bei geöffneter Fahrzeugtüre forderte der Detektiv die Autofahrerin mehrfach auf, mit ins Büro der Drogerie zurückzukommen. Die Frau ging darauf jedoch nicht ein und fuhr bei entsprechender Verkehrslage und geöffneter Türe mit einer Mercedes A-Klasse davon. Der Detektiv blieb dabei nur deshalb unverletzt, weil er sich durch einen Satz zur Seite in Sicherheit bringen konnte. Die 44-Jährige Ladendiebin konnte zwischenzeitlich von der Polizei in Weinstadt ermittelt werden. Diese bittet nun zum Vorfall auf dem Parkplatz um Zeugenhinweise, die unter Tel. 07151/65061 entgegengenommen werden.

Rems-Murr-Kreis: Verkehrspolizei ertappt ausländische Lkw bei Kabotage
Wegen des unerlaubten innerdeutschen Transports von Güter sind vergangene Woche mehrere ausländische Lkw zur Anzeige gebracht worden.
Eine Streife des Verkehrskommissariats Backnang hatte am Dienstag letzter Woche auf der B 14 am Korber Kopf einen rumänischen Lastwagen kontrolliert, der zunächst durch technische Mängel aufgefallen war. Die Mängel waren so massiv, dass aus Gründen der Verkehrssicherheit die Weiterfahrt untersagt werden musste. Im weiteren Verlauf der Kontrolle wurde festgestellt, dass mit dem Lkw innerhalb einer Woche insgesamt 8 innerdeutsche Gütertransporte durchgeführt wurden. Nach dem Güterkraftverkehrsgesetz sind nur drei solcher Fahrten innerhalb einer Woche zulässig. Danach muss der Lkw einen Gütertransport ins Ausland tätigen.
Dem nicht genug: Weitere Ermittlungen führten zu der Feststellung, dass dasselbe Unternehmen zahlreiche weitere Fahrzeuge in Deutschland betreibt. Drei Fahrzeuge konnten unmittelbar danach im Raum Welzheim, Schwäbisch Hall und Heilbronn gestoppt werden. Auch hier bestätigte sich der Kabotage-Verdacht.
Insgesamt musste der rumänische Unternehmer, einschließlich der Bußgelder für die technischen Mängel, bislang über 20.000 Euro an Sicherheitsleistung hinterlegen. Mit einer Erhöhung des Bußgeldes, nach Auswertung der Daten, kann gerechnet werden. Die Ermittlungen dauern an.

Winnenden: Körperverletzung in Asylunterkunft
Sechs Streifenbesatzungen waren am Montagabend erforderlich, um eine aggressive und aufgeheizte Stimmung an der Asylunterkunft in der Albertviller Straße zu befrieden. Ein 33 Jahre alter Nigerianer schlug, nachdem es wohl bereits im Vorfeld zu verbalen Streitigkeiten zwischen den Landsmännern gekommen war, mit einem Stein gegen den Kopf eines 34-jährigen und bespuckte danach einen 32-Jährigen. Zusammen mit Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes, konnte der Tumult schließlich beruhigt werden. Der 33-Jährige wurde zur Störungsbeseitigung in polizeilichen Gewahrsam genommen. Ein Richter ordnete diesen bis zum Dienstagmorgen an. Der 34-Jährige wurde vom Rettungsdienst zur Versorgung seiner Platzwunde in ein Krankenhaus gefahren.

Aspach: 85-jähriger E-Bike Fahrer verunglückt
Schwerste Kopfverletzungen hat ein 85 Jahre alter E-Bike-Fahrer am Montag bei einem Verkehrsunfall am Fürstenhof erlitten. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatte der Mann gegen 11:35 Uhr einen Feldweg von Unterschöntal in Richtung Fürstenhof befahren und die Landesstraße 1124 überquert. Hierbei war er mit einem Pkw, Audi einer 50-Jährigen zusammengestoßen, die auf der Landesstraße von Backnang in Richtung Rielingshausen unterwegs war. Der 85-Jährige, der keinen Radhelm trug, zog sich schwerste Kopfverletzungen zu. Er wurde vom Rettungsdienst und Notarzt erstversorgt und anschließend mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird auf circa 2.000 Euro beziffert. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde ein Unfallsachverständiger hinzugezogen. Die Fahrbahn war während der Einsatzmaßnahmen kurzzeitig voll gesperrt.
Der 85-Jährige erlag am Nachmittag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Winnenden: Alkoholisierter Motorradfahrer bei Unfall schwer verletzt
Ein 53-jähriger Fahrer einer Harley-Davidson befuhr am Sonntagabend gegen 21.10 Uhr die K 1914 von Winnenden in Richtung der Landesstraße L 1140. Kurz vor dem Hambach-Kreisverkehr stieß er mit einem entgegengekommenen 31-jährigen Mercedes-Fahrer frontal zusammen. Der Motorradfahrer wurde dabei schwer verletzt und wurde an der Unfallstelle notärztlich erstversorgt, ehe er in eine Klinik eingeliefert wurde. Weil zunächst unklar war, ob möglicherweise noch ein Sozius mit auf dem Motorrad saß, wurde die umliegende Unfallstelle abgesucht. Hierzu war auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Die Vermutung auf einen verletzten Sozius, der möglicherweise hilflos im Bereich der Unfallstelle liegen könnte, bestätigte sich glücklicherweise nicht. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ordnete zur Feststellung der noch unklaren Unfallursache ein Unfallgutachten an. Während der Unfallaufnahme war die örtliche Feuerwehr mit im Einsatz, die auch die Unfallstelle ausleuchtete. Bei dem schwerverletzten Motorrad-Fahrer, bei dem sich der Verdacht einer Alkoholisierung ergab, wurde eine Blutuntersuchung durchgeführt. Die beiden Unfallfahrzeuge, an denen ein Sachschaden in Höhe von ca. 14000 Euro entstand, wurden abgeschleppt und vorläufig sichergestellt. Die Unfallermittlungen dauern an.

Remshalden: 9-jähriger Bub schwer verletzt
Schwere Verletzungen hat am Sonntagabend ein 9 Jahre alter Bub erlitten, der auf einem Verbindungsweg zwischen Bauersberger Hof und Neuem Friedhof alleinbeteiligt vom Rad gestürzt ist. Der Junge war gegen 19:40 Uhr mit seinem Mountainbike auf der abschüssigen Strecke gestürzt und zunächst bewusstlos liegen geblieben. Eine 33 Jahre alte Fußgängerin fand den Jungen und alarmierte Rettungsdienst und Notarzt. Der Junge wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Er hatte zum Unfallzeitpunkt keinen Fahrradhelm getragen. Der Sachschaden am Fahrrad wird auf circa 100 Euro beziffert.

Waiblingen: Mann randalierte in Eisdiele
Ein 40 Jahre alter Mann ist am Sonntagabend in einer Eisdiele in Waiblingen ausgerastet. Die Polizei war gegen 20:30 Uhr gerufen worden, nachdem der Mann in der Eisdiele Servietten herumwarf und auf Tische und Stühle schlug. Die Beamten konnten den Mann, welcher der deutschen Sprache nicht mächtig war, nicht beruhigen und mussten ihn mit Unterstützung einer weiteren Streifenbesatzung in Gewahrsam nehmen. Der Mann befand sich in einem psychischen Ausnahmezustand und wurde einem Arzt vorgestellt, der ihn in ein Psychiatrisches Krankenhaus einwies.