Punkteteilung in der Viadukthalle

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Friesenheim und Bietigheim mit einem Punkt zufrieden

von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Im Spitzenspiel des 26. Spieltages trennten sich die SG BBM Bietigheim und die TSG Ludwigshafen-Friesenheim mit 31:31 (17:16). Ganz traurig war keiner der Beiden darüber. Die Ausgangssituationen in der Spitzengruppe bleiben unverändert.

Beide Mannschaften schienen sich im Südwest-Duell am Ende mit der Punkteteilung arrangieren zu können. Friesenheim klettert auf Rang Fünf und bleibt in Reichweite der Aufstiegsplätze. Bietigheim holt am Ende einen Zwei- Tore-Rückstand auf und profitiert auf Rang Drei von der Niederlage der Rimpar Wölfe.

1320 Zuschauer in der proppenvollen Viadukthalle sahen am Samstag ein in jeder Szene umkämpftes Spiel auf sehr gutem Zweitliga-Niveau. „Es war ein intensives Spiel mit einer großartigen Stimmung“, sagte David Schmidt, mit seinen sechs Toren erfolgreichster Werfer der Eulen. „Keines der Teams hat den Sack zumachen können. Das Unentschieden geht in Ordnung.“

„Beide Teams spielten mit absolut offenem Visier“, stellte SG BBM-Coach Hartmut Mayerhoffer fest. Einig waren sich beide Trainer über das Spielniveau. „Wir haben zwei Teams mit ganz hohem Tempo gesehen, wir haben heute viel investieren müssen“, sagte Eulen-Chefcoach Ben Matschke. Die Hintermannschaft des Tabellendritten hatte zu Beginn keinen Zugriff auf Alexander Feld, der an den ersten fünf Friesenheimer Treffern beteiligt war. Dies besserte sich erst mit einer offenen Manndeckung gegen den Spielmacher der TSG. Bietigheim spielte seine Angriffe aus einem druckvollen Rückraum und war besonders über die beiden Außenpositionen mit Jan Döll und Jan Asmuth treffsicher. Gerdas Babarskas und Paco Barthe bestätigten ihre konstant guten Leistungen im Rückraum der SG BBM. Der lange verletzte Tim Dahlhaus wurde für seinen ersten Einsatz in der Viadukthalle im Jahr 2017 gefeiert, konnte aber noch nicht die gewohnten Akzente setzen.

Den ersten Vorteil erarbeiteten sich kurz nach dem Seitenwechsel die Hausherren. Nach einer 17:16-Führung zur Pause lagen die Schwaben mehrmals mit drei Toren vorne, zuletzt beim 24:21 durch den Treffer von Jan Döll. Der Tabellendritte konnte sich aber nicht entscheidend absetzen, auch weil Friesenheim seine fünf Unterzahlsituationen im zweiten Abschnitt stets clever spielte. Als Jan Remmlinger, der vier der fünf letzten TSG-Tore markierte, zehn Minuten vor dem Ende zum 27:28 traf, drohte das Spiel mit der ersten Gästeführung im zweiten Abschnitt eine unangenehme Wendung zu nehmen für den Tabellendritten. Erneut war es Remmlinger, der das 29:31 markierte. Die SG BBM stemmte sich aber mit Vehemenz gegen die drohende Niederlage. Und Robin Haller zeigte eiserne Nerven. Nach zuvor drei Fehlwürfen der SG BBM trat der Routinier erstmals seit Jahren an den Siebenmeterpunkt und traf gegen Matthias Lenz. Nach dem 31:31-Ausgleich durch Jan Asmuth hatte die SG BBM selbst die letzte Aktion. Der finale Angriff verpuffte jedoch in den letzten Sekunden.

Es war ein Offensivspektakel und kein Tag für die Defensivreihen auf beiden Seiten. „Man muss sehen, dass Friesenheim von allen Positionen torgefährlich war. Das war kein einfaches Spiel für unsere Hintermannschaft“, sagte Hartmut Mayerhoffer. Zum guten Schluss gab es nach dem dritten Auseinandertreffen der beiden Teams in dieser Saison noch zwei markige Trainer-Sprüche. Hartmut Mayerhoffer: „Ich spiele lieber 31:31 und es kracht in der Halle, als dass ich mit einem müden 18:18 nach Hause gehe.“ Ben Matschke: „Toi, toi, toi für denjenigen, der aufsteigt. Ansonsten sehen wir uns in der nächsten Saison wieder.“

SG BBM Bietigheim: Edvardsson, Ebner; Döll (8), Babarskas (6), Barthe (4), Asmuth (4), Dahlhaus (2), Schäfer (2/1), Haller (2/1), Rentschler (2), Emanuel (1), Emrich, Scholz.

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Röpcke, Lenz; Schmidt (6), Feld (5), Weber (4), Remmlinger (4), Durak (3), Djozic (2), Dippe (2), Grimm (2/2), Falk (2), Dietrich (1), Heß, Haider.

Spielverlauf: 4:4 (11.), 7:7 (16.), 13:13 (25.), 17:16 (30.), 21:18 (34.), 24:21 (43.), 27:28 (51.), 29:29 (53.), 29:31 (56.), 31:31 (58.)

Zeitstrafen: Dahlhaus (17.), Barthe (44.), Babarskas (52.) – Dippe (6.), Grimm (27.), Heß (34.), Matschke (39.), Falk (46.), Djozic (51.), Dietrich (54.)

Siebenmeter: 5/2 – 3/2
Zuschauer: 1320 (Viadukthalle Bietigheim) Schiedsrichter: Hörath / Hofmann (Eibach / Helmbrechts)