Gewerbepark der Zukunft

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Bild: Jochen Lang, Vorstand Energetikom e.V., Sigrid Zimmerling, Leitende Geschäftsführerin der IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg, Oberbürgermeister Werner Spec, Stadt Ludwigsburg, Foto: ©Mehlau.

Chancen für Unternehmen und Kommunen

Ludwigsburg.| Wodurch zeichnen sich „Gewerbegebiete der Zukunft“ aus? Wie sieht der ideale Standort für wissensintensive Unternehmen aus? Wie können in die Jahre gekommene Gewerbegebiete wieder fit für die Zukunft gemacht werden? Diese Fragen diskutierten rund 60 Entscheidungsträgerinnen  und –träger in Unternehmen und Kommunen sowie Fachkräfte aus den Bereichen Stadtplanung, Architektur und nachhaltiges Bauen am 13. März 2017 in Ludwigsburg. Eingeladen zum Dialog haben das interdisziplinären Kompetenznetzwerk Energetikom e.V. und die IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg.

In ihrer Begrüßung verwies Sigrid Zimmerling, Leitende Geschäftsführerin der IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg auf die Wichtigkeit zukunftsweisender Gewerbegebiete: „Sie sind für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft genauso wichtig wie für die erfolgreiche Entwicklung von Städten und Kommunen“. Auf engstem Raum verdichtet sich dabei das gesamte Spektrum unserer heutigen Herausforderungen. Es reicht vom Fachkräftemangel bis hin zur digitalen Infrastruktur. Gleichzeitig müssen knappe Flächen, Umweltbelastungen und begrenzte finanzielle Möglichkeiten der Kommunen im Auge behalten werden. „Es braucht innovative Lösungen, die von Wirtschaft und Kommunen gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden“, so der Ludwigsburger Oberbürgermeister Werner Spec zu den Teilnehmenden.

Im Mittelpunkt des Nachmittags standen zunächst Praxisbeispiele für effiziente Energiekonzepte. Mit einem Anteil von 44% am Endenergiebedarf stellt der gewerbliche Sektor ein großes  Energieeffizienzpotential zur Unterstützung der Energiewende und der Klimaschutzziele dar. Neben den klassischen Energieeffizienzmaßnahmen wurden auch neue Konzepte vorgestellt, bei denen unter anderem die schwankende Erzeugung aus erneuerbaren Energien und die Nutzung von Energieströmen über Betriebsgrenzen hinweg in integrierten Systemen gelöst werden.

Aufgrund des ungebrochenen globalen Ressourcenverbrauch und des zunehmenden internationalen Wettbewerbs müssen Kommunen bei der Gestaltung von attraktiven Wirtschaftsstandorten völlig neue Wege gehen. Dabei muss es gelingen, die Anforderungen der Wirtschaft und das öffentliche Interesse in einem kooperativen Innovationsprozess gleichermaßen abzudecken.

Welche innovativen Konzepte bereits diskutiert werden und wie das Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure gelingen kann stand im zweiten Teil des Nachmittages im Fokus.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde deutlich, dass Gewerbeparks der Zukunft, bei denen Innovation und Kooperation im Vordergrund stehen, vielfältige Möglichkeiten sowohl für Unternehmen als auch Kommunen eröffnen. Um alle Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung – Ökologie, Ökonomie, Soziales – in Einklang zu bringen, braucht es einen ganzheitlichen Ansatz, der die einzelnen Handlungsfelder, wie beispielsweise ein integriertes  Energiemanagement, eine gemeinsame E-Mobilitätslösung oder auch Kooperationen im betrieblichem Gesundheitsmanagement  zusammenführt.  Bei der Koordination der notwendigen Prozesse muss die Kommune eine aktive Rolle spielen.  „Deshalb wollen wir mit dem Netzwerk Energetikom eine Plattform bieten, um Akteure in diesem Feld zu unterstützen und den Dialog fortzusetzen“, so Jochen Lang, Vorstand Energetikom e.V. zum Abschluss.